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HTC Blau-Wei Krefeld: Heimfinale gegen Rosenheim

Tennis-Bundesliga : Heimfinale für den HTC Blau-Weiß

Der Krefelder Tennis-Bundesligist empfängt am Freitag ab 13 Uhr den TC Rosenheim. Nur bei einem Sieg besteht noch eine kleine Hoffnung auf den Klassenverbleib. Sonntag ist das Stadtwaldteam beim Aufsteiger TC Bredeney zu Gast.

„Wunder gibt es immer wieder.“ Der Song von Katja Ebstein war 2012 und 2013 vorübergehend so etwas wie die Vereins-Hymne des HTC Blau-Weiß Krefeld. Denn erst schaffte das Team sehr überraschend am letzten Spieltag in Erfurt die Rettung.

Ein Jahre später, als der Klub sein 90-jähriges Bestehen feierte, leistete ausgerechnet der Niederrheinrivale Blau-Weiß Neuss ebenso überraschend mit seinem Sieg in Bremerhaven die notwendige Schützenhilfe zum Klassenverbleib.

Letzteres könnte sich jetzt im Jubiläumsjahr 50 der Bundesliga wiederholen. Denn wenn die Krefelder am Freitag ihr Heimspiel gegen Rosenheim (ab 13 Uhr) und am Sonntag bei Aufsteiger TC Bredeney (ab 11 Uhr) gewinnen, dann könnte Neuss am Sonntag mit einem Sieg in Rosenheim den HTC vor dem Abstieg retten. Aber damit rechnet im Lager des Stadtwaldteams heute wie damals wohl keiner mehr.

Es gab aber auch schon zweimal ein Rettungs-Szenario am Grünen Tisch. 2010 und 2011 standen die Krefelder jeweils als Absteiger fest. Damals waren sie 17 Spiele in Folge ohne Sieg geblieben, was immer noch Negativ-Rekord in der 1. Liga bedeutet. Doch da zunächst der Zweitliga-Meister TV Osterath und ein Jahre später der TC Radolfzell auf den Aufstieg verzichteten, blieben die Blau-Weißen in Liga eins und hatten seitdem mit dem Abstieg so gut nichts mehr zu tun. In diesem Jahr ist aktuell mit einem Verzicht der Zweitliga-Meister aus dem Norden (Tennispark Versmold) und Süden (Frankfurter TC) nicht zu rechnen. Versmold hatte am Ende nur aufgrund des besseren Match-Verhältnisses gegenüber Blau-Weiß Aachen die Nase vorn.

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Die Krefelder ließen in dieser Woche natürlich nichts unversucht, für den Endspurt um den Klassenverbleib ein starkes Team auf die Beine zu stellen. Das war nicht leicht. Denn einige Spieler sind nicht mehr in Europa. Stefano Travagliga, der am Sonntag beim Gastspiel des TC Großhessenlohe gegen Jan-Lennard Struff eine herbe Niederlage kassierte, trainierte seitdem an der Hüttenallee.

Federico Gaio traf bereits am Mittwoch im Stadtwald ein und brachte seinen Landsmann Enrico Dalla Valle mit, der am Montag beim Challenger-Turnier in San Marino die Qualifikation nicht überstand. Besser läuft es dort für Marco Cecchinato, der am Donnerstagabend sein Achtelfinalspiel bestritt und daher für Blau-Weiß nicht zur Verfügung steht. Eine kurze Anreise zum Stadtwald hat Andrea Arnaboldi, der gegen Rosenheim zum italienischen Quartett des HTC gehört. Der 34-Jährige verlor am Mittwoch beim Challenger-Turnier in Meerbusch sein Achtelfinalspiel gegen den Inder Sumit Nagal mit 5:7, 6:7.

Da die Rosenheimer noch nicht ganz am rettenden Ufer sind, werden sie wahrscheinlich mit dem Aufgebot anreisen, das am Sonntag 5:1 gegen Ludwigshafen gewann. Alle anderen Teams, die nichts mehr mit dem Titelgewinn oder dem Abstieg zu tun haben, verzichten gegen Ende der Saison meist auf ihre Topspieler, um Geld zu sparen. Ob das allerdings am Sonntag auch für den TC Bredeney gilt, ist fraglich. Denn der finanzstarke Aufsteiger will sich mit einem Sieg von seinen Fans verabschieden.

Ob der HTC Blau-Weiß im kommenden Jahr in der 2. Liga Nord antritt, wenn der sechste Abstieg in der Vereinsgeschichte nicht mehr verhindern werden kann, steht noch nicht fest. „Darüber machen wir uns jetzt noch keine Gedanken. Aber Blau-Weiß ohne Profitennis kann ich mir nicht vorstellen“, sagte am Donnerstag Pressesprecher Jörg Zellen.