Lokalsport: HSG vor Spitzenspiel in Schalksmühle

Lokalsport : HSG vor Spitzenspiel in Schalksmühle

Handball-Drittligist HSG Krefeld reist am Samstag nach Schalksmühle und tritt dort um 19.30 Uhr bei der heimischen Spielgemeinschaft an. Die Mannschaft gewöhnt sich zusehends an das neue Spielsystem und geht optimistisch ins Spiel.

Drei Spiele absolvierte die HSG Krefeld nun seit dem Trainerwechsel unter Coach Dusko Bilanovic. Und eine erste Zwischenbilanz der neuen Konstellation fällt sehr positiv aus. Das erste Spiel wurde mit neun, das zweite mit elf und das dritte mit zwölf Toren Vorsprung gewonnen. Gerade offensiv läuft es derzeit richtig gut. In den Begegnungen bejubelten die Eagles und ihre Fans ganze 99 eigene Tore.

Dennoch sagt Trainer Dusko Bilanovic: "Mir gefällt noch nicht, wie wir spielen. Die Ansätze sind sehr gut, aber noch spielen wir die Situationen nicht immer so aus, wie ich es mir vorstelle. Teilweise scheinen die Jungs fast erschrocken, wie frei sie stehen." Das zeigte sich beispielsweise am Samstag im Heimspiel gegen die Bergischen Panther. Mehrfach wurden Tore hervorragend herausgespielt, doch einige ganz freie Würfe vergaben die Angreifer etwas fahrlässig. Weit mehr, als die 30 eigenen Treffer wären möglich gewesen.

Allerdings war der Unterschied zwischen beiden Teams im zweiten Abschnitt auch zu groß. Der Gast gab sich spürbar auf und so agierte auch die Krefelder HSG eher mit gebremstem Schaum. Trotzdem wurden viele Tore regelrecht herausgezaubert. Gerade Jens Reinarz, Max Zimmermann und Simon Ciupinski taten sich hier mehrfach hervor. Doch auch andere Spieler reihten sich nahtlos ins Angriffsspiel ein. Auch Tim Wirtz, der zum Winter von den Adlern Königshof aus der vierten Liga geholt wurde, bekam am Ende Einsatzzeit und warf ein Tor. Die Belastung wurde also verteilt. Überhaupt ist die Rotation ein Markenzeichen des neuen Trainers. Zu sehr gleichen Teilen setzt er seine Spieler ein. Und so fällt es kaum auf, wenn ein Stammspieler wie Kapitän Marcel Goerden angeschlagen ist. Der Leistungsträger spielte am Samstag hauptsächlich in der Abwehr, doch Gerrit Kuhfuß und Damian Janus machten ihre Sache gut.

So hofft der Trainer auch, weitere Verletzungen zu vermeiden. Von den bislang angeschlagenen Spielern wird noch keiner für das Wochenende zurückkehren. Am nächsten dran ist Maik Schneider, der aber noch etwas braucht. "Schalksmühle kommt zu früh für ihn. Er muss noch weiter Muskulatur im Arm aufbauen", berichtet der Coach.

Angeschlagen sind außerdem Jonas Vonnahme und Philipp Liesebach. Beide laborieren an Leistenproblemen, werden aber auflaufen. Der Tabellenstand zeigt bereits: Es steht ein Spitzenspiel an. Der Dritte reist zum Vierten. Entsprechend sagt auch der Trainer: "Wenn der Dritte zum Vierten fährt, dann kann wohl niemand davon sprechen, dass wir Favorit sind. Wir wollen unsere Leistung stabilisieren und ein gutes Spiel abliefern. Ich bin optimistisch." Sollte es den Krefeldern gelingen, auch weiterhin so variabel in der Offensive zu agieren und erneut über 30 Tore zu werfen, dann steht einem Sieg wenig entgegen.

(RP)
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