Lokalsport: HSG reist zum Spitzenspiel nach Hagen

Lokalsport : HSG reist zum Spitzenspiel nach Hagen

Handball: Bereits am Freitag Abend bestreiten die HSG Krefeld ihr vorletztes Pflichtspiel in diesem Jahr. Im Duell mit dem Tabellenzweiten winkt dem Tabellendritten aus Krefeld erneut die Tabellenspitze. 1000 Zuschauer sind das Ziel.

Zum Abschluss der Hinserie kommt es in der Weststaffel der Dritten Liga noch einmal zu einem echten Spitzenspiel. Bereits morgen empfängt der Tabellenzweite, der VfL Eintracht Hagen, den Dritten, die HSG Krefeld. Der Anwurf in der alt-ehrwürdigen Hagener Ischelandhalle ist um 20:15 Uhr. "Für uns sicherlich das Spiel des Jahres, und wir hoffen, die Marke von 1.000 Zuschauern zu knacken", sagt Hagens Trainer Lars Hepp im Vorfeld.

Dabei sind die Vorzeichen aus Sicht der Krefelder denkbar schlecht. Abwehrchef Stephan Pletz muss wegen eines Meniskuseinrisses operiert werden und steht dem Team bis zum Februar des kommenden Jahres nicht zur Verfügung. "Wir wussten um die Problematik schon länger, hatten aber gehofft, dass 'Plätzchen' noch bis zur Weihnachtspause würde weiter spielen können. Da die im Spiel gegen Soest erlittene Rippenprellung seinen morgigen Einsatz ohnehin unmöglich machen würde, haben wir uns entschlossen, das Knie sofort operieren zu lassen", berichtet HSG-Trainer Olaf Mast.

Was aber nicht seine einzige Sorge ist, denn auch André Loschinski, der eine Alternative in der Abwehr wäre, droht auszufallen. Seit Wochen laboriert der Sommerneuzugang an einer Virusinfektion, die er nicht auskuriert bekommt und die ihn in dieser Woche auch nur wieder eingeschränkt trainieren ließ.

Klar, dass Mast deshalb die Favoritenrolle bei den Gastgebern sieht. Zumal die sich vor zwei Wochen noch mit dem 29-jährigen Sebastian Schneider, der bei Flensburg-Handewitt, den Füchsen Berlin und in Lemgo Erste Liga gespielt hat, verstärkten. "Schneider stammt aus der Hagener Jugend und bekommt bei uns eine berufliche Perspektive für die Zeit nach seiner Karriere als Sportler", sagt Hagens Trainer Hepp. Der hört es im Übrigen gar nicht so gerne, dass sein Team, das zu den Favoriten zählt, deshalb nun aufsteigen muss. "Tabellenführer Ferndorf ist für mich klarer Favorit, und wenn wir über eine Relegation der Tabellenzweiten aufsteigen könnten, würden wir das tun. Im Übrigen finde ich die Entwicklung, die Krefeld in den beiden letzten Jahren genommen hat, positiv", gibt Hagens Übungsleiter seine Einschätzung zur Lage der Liga ab.

Die Spieler beider Mannschaften kennen sich bestens. Bereits in der Saisonvorbereitung traf man aufeinander, damals siegte Hagen deutlich. "Trotzdem werden wir es Hagen morgen so schwer wie möglich machen", sagt Mast. Auch der Krefelder Übungsleiter freut sich auf das Spitzenspiel, das bei einem Sieg seiner Mannschaft wieder die Tabellenführung bescheren würde - wenn auch voraussichtlich wieder nur für 24 Stunden.

(RP)