Handball: HSG reist mit Sorgen zum Tabellenersten

Handball : HSG reist mit Sorgen zum Tabellenersten

Handball: Vor der Partie gegen den TuS Ferndorf bangt HSG-Trainer Olaf Mast um mindestens vier Spieler. Vielleicht treten die Krefelder nur mit einem Torhüter an. Ein Wiedersehen gibt es mit Heider Thomas und Niclas Weis.

"Wir bräuchten mal einen klaren Sieg, um uns aus dieser Situation zu befreien", sagte Olaf Mast, der Trainer der HSG Krefeld, unmittelbar nach der jüngsten 32:35-Niederlage gegen den Neusser HV, der bereits vierten im laufenden Jahr. Um dann aber gleich anzufügen, "aber ob das am Samstag in Ferndorf etwas wird, wage ich zu bezweifeln". Angesichts der Ferndorfer Serie von 20 Siegen in Folge - darunter zu Letzt ein deutlicher 30:25-Erfolg beim Tabellenzweiten VfL Eintracht Hagen - weiß man, warum Mast diese Einschränkung machte. Trotzdem, am Samstag um 19:30 Uhr muss die HSG beim souveränen Tabellenführer und Aufstiegsfavoriten aus dem Stadtteil Kreuztals antreten.

"Vordringlichstes Ziel muss dabei sein, dass wir uns in Ferndorf ordentlich präsentieren, anderenfalls kann es auch für uns auch ganz schnell ein sehr ungemütlicher Abend werden", sagt Mast weiter. Was den Ex-Profi am kommenden Gegner besonders beeindruckt, ist die Tatsache, dass trotz des bereits feststehenden Abgangs von fünf Leistungsträgern die Mannschaft unverändert konstant auf höchstem Niveau weiterspielt.

Einer dieser feststehenden Abgänge ist übrigens Ferndorfs Abwehrorganisator Heider Thomas. Der langjährige Spieler des SC Bayer Uerdingen, der vor drei Jahren zum damaligen Zweitligaaufsteiger wechselte, wird in der kommenden Spielzeit für den Neusser HV auflaufen.

Thomas ist nicht der einzige Ex-Krefelder in Ferndorfs Reihen. Zu Beginn dieser Spielzeit wechselte Niklas Weis, seinerzeit Krefelds erfolgreichster Werfer von der HSG nach Ferndorf. Doch ob es - neben dem mit Thomas - auch ein Wiedersehen mit ihm geben wird, ist noch offen. Eine schwere Knieverletzung setzte den 24-jährigen wochenlang außer Gefecht, derzeit arbeitet Weis an seinem Comeback. Vielleicht reicht es zu einem Kurzeinsatz gegen seine alten Kameraden.

Mit Verletzungen hat auch die HSG zu kämpfen. Wie schon am vergangenen Sonntag wird Mirko Szymanowicz wegen seiner Adduktorenzerrung auch in Ferndorf nicht spielen können. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Kreisläufer Michael Wittig. Eine Reizung in dem vor einem Jahr operierten Knie ließ ihn unter der Woche nur eingeschränkt trainieren. Ganz eng könnte es auf der Position des Torwarts werden. Wegen einer verschleppten Grippe hatte Malte Jäger die ganze Woche Trainingsverbot - Einsatz am Samstag ausgeschlossen. Nicht trainieren konnte auch Philipp Ruch. Doch bei dem 22-jährigen geht Mast davon aus, dass die Magen-/Darmprobleme bis Samstag auskuriert sind. Glücklicherweise spielt Adlers Oberligateam erst am Sonntag, so dass deren Torwart Nils-Thorben Schmidt zur Verfügung steht. "Sollte "Ruchi" allerdings nicht fit werden, kann es sogar sein, dass wir in Ferndorf mit nur einem Torwart werden spielen muss", sagt Mast. Das sind keine rosigen Aussichten vor einer Partie beim souveränen Tabellenführer.

(RP)
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