HSG Krefeld zum Showdown an der Ostsee

Handball : HSG zum Showdown an der Ostsee

Im Kampf um den Aufstieg in die Zweite Handball-Bundesliga müssen die Krefelder Sonntag das Relegations-Rückspiel in Rostock gewinnen. Ansonsten müssen sie eine Woche später in der nächsten Runde einen neuen Anlauf starten.

Die Spannung steigt. Am heutigen Samstag steigen die Spieler und Verantwortlichen der HSG Krefeld in den Bus und fahren gen Norden. Um 8.30 Uhr ist Abfahrt. Dann geht es Richtung Rostock. Am Samstagnachmittag wird unterwegs noch einmal trainiert. „Das wird aber nur eine lockere Einheit, um die Beine etwas zu lockern. Am Sonntag werden wir dann noch einmal ein Videostudium machen und dann geht es in Richtung des Spiels“, sagt Eagles-Trainer Ronny Rogawska.

Treffen die Schwarz-Gelben mindestens 25 Mal, dann reicht ein einfacher Sieg, um in der kommenden Saison in der zweiten Liga zu spielen. Die Rahmenbedingungen dafür sind nun auch offiziell geschaffen, denn die Krefelder bekamen vom Deutschen Handballbund die Lizenz für die zweite Bundesliga. Wenn also am Sonntag besagter Erfolg herausspringt, dann könnte vorbehaltlos gefeiert werden. Die Feierlichkeiten würden dann am Montagabend um 17 Uhr steigen. Genauere Daten hat die HSG Krefeld natürlich noch nicht bekanntgegeben.

Denn zunächt gilt die ganze Konzentration der Arbeit. Das Selbstvertrauen der Krefelder ist ungebrochen, das gilt aber, nach dem Sieg in Krefeld vor Wochenfrist, auch für die Gastgeber. Die werden von einer ausverkauften Stadthalle und über 4600 Fans nach vorn getrieben. Für die Mannen von Ronny Rogawska geht es daher vor allem darum, die Nerven im Zaum zu behalten. Beide Teams präsentierten sich im Hinspiel absolut auf Augenhöhe. Vor allem die Abwehrreihen standen hervorragend. Diese Kompaktheit wollen die Eagles auch am Sonntag wieder auf die Platte bringen, dazu aber in der Offensive etwas schneller agieren, um besagte 25 oder mehr Tore zu erzielen.

Vor allem der Rückraum soll, das gibt der Trainer vor, etwas mehr Wucht entwickeln. Henrik Schiffmann, Tim Gentges, Simon Ciupinski, Kevin-Christopher Brüren und David Hansen kamen zusammen auf elf Tore. Darunter ein Siebenmeter. An guten Tagen sind zumindest Brüren und Hansen durchaus in der Lage, allein in ähnliche Regionen vorzustoßen. Und auch Gentges traf in dieser Spielzeit bereits zweistellig. Das steht gegen eine Abwehr wie die von Rostock zweifelsohne nicht zu erwarten. Etwas mehr aber wäre wünschenswert. „Ich sehe das positiv: Wir haben hier noch eindeutig Potential“, sagt Rogawska.

Insgesamt ist also der Optimismus der Eagles ungebrochen. Das aber gilt naturgemäß auch für Rostock. Die Töne, die von der Ostsee zu vernehmen sind, sind fast gleichlautend. „So ein Sieg ist schön, aber noch keine Garantie. Wir müssen das Ganze jetzt auch vollenden“, sagte zum Beispiel Außen Felix Mehrkens nach dem Hinspiel. Beide Teams stellen sich also auf einen harten, intensiven Kampf bis zur letzten Spielminute ein. Dass die Spieler der Eagles dies ohnehin erwartet hatten, zeigte sich auch unmittelbar nach Ende des Hinspiels. Während nämlich die meisten Zuschauer sichtlich frustriert waren, reagierten die Akteure vergleichsweise abgeklärt.

Naturgemäß war spürbar, dass sie, zumal nach dem Spielverlauf, in dem sie lange Zeit das bessere Team waren und geführt hatten, gern gewonnen hätten. Doch als Vorentscheidung sahen sie das Ergebnis vom ersten Moment an nicht an. Am besten fasste es Gentges zusammen: „Wir liegen zur Halbzeit mit einem hinten. Das ist nichts“, sagte er. Der Aufstieg scheint also weiter möglich. Ob das gelingt, wissen Spieler, Fans und Verantwortliche am Sonntag gegen 18 Uhr.

Mehr von RP ONLINE