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HSG Krefeld verstärkt sich mt Paul Dreyer

2. Handball-Bundesliga : Paul Dreyer verstärkt HSG Krefeld

Der junge Schlussmann wird fortan nicht mehr in der A-Jugend-Bundesliga spielen.

RP Die Suche nach einem neuen dritten Torwart für die HSG Krefeld fand am Mittwoch ein Ende. Die Eagles vermeldeten die Verpflichtung des 18 Jahre alten Talents Paul Dreyer aus dem A-Jugend-Bundesligateam der Adler Königshof für diese Position. „Ich freue mich riesig über diese Chance, ein Teil einer professionellen Mannschaft zu sein. Für mich ist es der Lohn meiner bisherigen Arbeit“, sagt der junge Schlussmann. Für sein bisheriges Team, die Adler Königshof, wo er in der A-Jugend-Bundesliga einer der Leistungsträger war, wird er künftig nicht mehr spielen können.

„Wir haben versucht, ein Doppel-Spielrecht für ihn zu bekommen. Das ist aber wohl nur möglich, wenn die Jugend und der Profiverein zum selben Verein gehören. Dass die Adler der Stammverein der HSG sind scheint hier nicht auszureichen. Das ist schade, aber wir sehen es mit einem halben weinenden und eineinhalb lachenden Augen, denn für Paul ist es eine riesige Chance, über die wir uns freuen“, sagt A-Jugend-Trainer Julian Fanenbruck.

Bei seinem neuen Team wird Dreyer naturgemäß zunächst sehr viel weniger Spielzeit bekommen, soll sich aber vor allem im Training weiterentwickeln. „Wir haben einen sehr guten Torwarttrainer in Uwe Tophoven. Von seiner Arbeit wird Paul in jedem Fall profitieren. Er ist ein großes Talent und wir wollen ihn langfristig aufbauen“, sagt HSG-Sportleiter Stefan Nippes, der selbst in seiner aktiven Zeit Torwart war und darum speziell das Talent des jungen Schlussmannes sehr gut einzuschätzen weiß.

Dreyer, der in Krefeld geboren wurde, ist 1,96 Meter groß und weist damit sehr gute Voraussetzungen für das Torwartspiel auf. Er begann mit dem Handball beim TV Jahn Bockum und wechselte dann nach Düsseldorf. Hier kam er über den Zusammenschluss mit dem EV Neuss zu den Rhein Vikings in die dortige A-Jugend-Bundesligamannschaft, die seit dieser Saison in Kooperation mit den Adlern Königshof fortgeführt wurde. In Neuss spielte er in der laufenden Saison auch bereits in der dritten Liga, bis die Rhein Vikings sich aus finanziellen Gründen vom Spielbetrieb zurückzogen.

Dreyer soll bei den Eagles die Lücke des Abgangs von Paul Keutmann füllen und außerdem gemeinsam mit dem ebenfalls aus Neuss verpflichteten Sven Eberlein der Vorbote eines Verjüngungskurses sein, mit dem ein Team für die Zukunft aufgebaut werden soll.