Handball: HSG Krefeld verliert in Hagen nach großem Kampf

Handball : HSG Krefeld verliert in Hagen nach großem Kampf

Handball: Im Spitzenspiel der 3. Liga musste sich das Team von Trainer Mast nach einer 14:9-Führung noch beugen.

liga Nach großem Kampf hat die HSG Krefeld das Spitzenspiel der Weststaffel der Dritten Liga mit 23:27 (14:9) verloren. 900 Zuschauer in der Hagener Ischelandhalle sahen eine Partie mit zwei grundverschiedenen Halbzeiten. Gehörte Halbzeit eins noch den Gästen, ging die zweite klar an die Gastgeber, die sich auf Grund der größeren Physis am Ende verdient durch setzten und über die Tabellenführung freuen konnten.

Als die Partie angeworfen wurde, war der Spielberichtsbogen auf Krefelder Seite recht übersichtlich. Wie erwartet fehlten die Namen Stephan Pletz (verletzte) André Loschinski (krank) und auch Lukas Schmitz, der absprachegemäß im Urlaub weilte. Dafür aber war - nach langer Verletzungspause zum ersten Mal in dieser Spielzeit - der Name Mirko Szymanowicz verzeichnet. In Spielminute elf - in einer Unterzahlsituation - brachte ihn HSG-Coach Mast erstmalig. Den ersten Treffer erzielte HSG-Mannschaftskapitän Thomas Pannen, der zum 1:0 traf. Für den postwendenden Ausgleich sorgte der Führende der Torjägerliste, Jens-Peter Reinarz, der zum 1:1 erfolgreich war. In der Folge spielte die HSG ihre Angriffe sehr ruhig zu Ende und konnte sich fast durchgängig in Halbzeit eines Vorsprungs von zumeist drei Treffern erfreuen. Ein echter Handballleckerbissen war der Treffer, den Rechtsaußen Thomas Plhak in der 24. Minute zum 11:9 per Kempa-Trick erzielte. Den mustergültigen Pass kam von Pannen. Die Krefelder Halbzeitführung von 14:9 war auch einer Vielzahl von Glanzparaden von Torwart Philipp Ruch zu verdanken.

Doch noch war Hagen nicht geschlagen. Tor um Tor holte der Tabellenzweite auf und hatte beim 21:21 in der 50. Spielminute erstmalig den Ausgleich geschafft. Und ging in Minute 53 mit dem 22:21 durch abermals Reinarz erstmalig in Führung. In dieser Phase blieb die HSG zehn Minuten ohne eigenen Torerfolg.

HSG-Trainer Olaf Mast zog eine Auszeit, stellte in der Deckung auf 5:1 um, opferte in der vorletzten Minute noch Torwart Ruch zugunsten eines weiteren Feldspielers. Doch sämtliche Maßnahmen fruchteten nicht, auch weil dem dezimierten Krefelder Kader in der Schlussphase deutlich die Kräfte schwanden. "Leider konnte ich in der Schlussphase nicht mehr wechseln. So reichte bei einigen Akteuren die Kraft nicht mehr. Auch wurde unser Deckungsverhalten schlechter. Insgesamt bin ich aber mit der gezeigten Leistung meiner Mannschaft nicht unzufrieden", erklärte HSG-Trainer Mast nach der Partie.

(RP)