HSG Krefeld verliert DHB-Pokalspiel gegen die Füchse Berline

Handball : HSG Krefeld wehrt sich im Pokalspiel nach Kräften

Der Zweitligist unterliegt gegen Füchse Berlin zwar mit 22:35, zeigt aber über 60 Minuten eine ansprechende Leistung.

Handball-Zweitligist HSG Krefeld ist erwartungsgemäß im DHB-Pokal in der ersten Runde gegen die Füchse Berlin ausgeschieden. Dennoch darf das Team von Trainer Stefan Arnar Gunnarsson erhobenen Hauptes auf die 22:35-Niederlage zurück schauen, denn gespielt wurde ja nicht gegen irgendeine Mannschaft, sondern gegen ein mit vielen Weltklassespielern gespicktes Team.

„Wir wollen heute Spaß haben“, hatte der Sportliche Leiter Stefan Nippes noch vor dem Spiel gesagt. Doch was die von Kapitän Tim Gentges angeführte Mannschaft anschließend zeigte, war durchaus mehr als das. Die Berliner, die mit dem Anwurf ihren ersten Angriff starteten, bekamen gleich zu spüren, dass die Krefelder Abwehr um Damian Janus körperlich entschlossen zur Sache ging. So gab es auch direkt einen Fehlwurf, den anschließenden Angriff auf die andere Seite verwandelte David Hansen zum 1:0 für die HSG. Es sollte nicht die einzige Krefelder Führung bleiben, denn auch nach dem 1:1 antwortete die HSG mit einem weiteren Treffer. Ab der fünften Minute ging der Bundesligist von der Spree dann mit 3:2 in Front und ließ spätestens nach dem 8:3 auch keinen Zweifel mehr aufkommen, wer als Sieger aus der Halle gehen würde.

Dennoch setzten die Krefelder immer wieder Nadelstiche. So kam in der 13. Minute Paul Keutmann für Norman Toth ins Tor, um bei einem Siebenmeter gegen den dänischen Weltmeister Hans Lindberg anzutreten. Und das mit Erfolg. „Natürlich wollte ich den rein machen, aber ich muss sagen, dass er den Wurf gehalten hat“, sagte der Berliner Kapitän. Für Keutmann sicherlich ein Erlebnis, von dem er später einmal seinen Kindern erzählen kann.

Es gab aber auch Tore aus der zweiten Reihe wie das von Toni Saro, über das sich Berlins Torhüter Silvio Heinevetter so richtig ärgerte. Kevin-Christopher Brüren war gar mit acht Treffern der erfolgreichste Werfer im Spiel. „Wir haben uns gut verkauft. Wenn wir das gegen Berlin schaffen, dann klappt das auch in der zweiten Liga“, zeigte sich HSG-Trainer Gunnarsson zufrieden. Für Max Zimmermann war es gegen ein europäisches Spitzenteam ein besonderes Spiel: „Wir haben trotz des Rückstandes nicht aufgegeben und bis zum Spielende eine gute Moral gezeigt. In der Saison können uns auch Rückstände passieren und von daher ist es wichtig, wenn wir dann auch so eine Moral an den Tag legen.“ Das sah auch das Berliner Trainerteam so, das den Krefelder attestierte, ein junges und hungriges Team zu sein.

HSG: Toth, Keutmann - Janus, Luciano (1) , Gentges (3), Hansen, (2), Zimmermann (1), Vonnahme (1), Ciupinski, Cutura, Sario (2), Wöstmann, Roosna (3), Schulz (1), Brüren (8/2)

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