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HSG Krefeld verliert den Play-off-Auftakt gegen VfL Hagen

Handball : Die HSG Krefeld verliert den Play-off-Auftakt gegen VfL Hagen

Die „Eagles“ mussten sich im Play-off-Hinspiel in der Glockenspitzhalle aufgrund einer schwachen zweiten Halbzeit mit 21:35 (11:15) geschlagen geben und haben kaum noch Chancen auf den Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga.

Wunder gibt es im Sport immer wieder. Sollte die HSG Krefeld Niederrhein  es schaffen, den 14-Tore-Rückstand aus der 21:35-Niederlage im Play-off-Hinspiel gegen den VfL Eintracht Hagen wettzumachen und den Spieß noch umdrehen, wäre das mehr als ein großes Wunder. Denn so wie die Eagles am Samstag in der Glockenspitzhalle in der zweiten Halbzeit abstürzten und sich ihrem Schicksal fast wehrlos ergaben, bleibt ihnen am kommenden Samstag wohl nur noch eine Saisonabschlussfahrt nach Südwestfalen. Dass in diesem Duell ein Klassenunterschied zu erkennen war, ist natürlich auch dem Verletzungspech der Krefelder geschuldet. In Bestbesetzung und optimaler körperlicher Verfassung wäre es den Gästen sicher nicht so  leicht gefallen.

Was am Freitag befürchtet worden war, bestätigte sich leider vor dem Spiel. Neben Marijan Basic musste auch Mike Schulz passen. Alle anderen angeschlagenen Spieler bissen auf die Zähne. Bei den Gästen stand der zuletzt verletzte Kapitän und ehemalige Bundesligaspieler Alexander Becker wieder zu Verfügung, was besonders das Angriffsspiel der HSG erschwerte. In beiden Lagern war vor dem Anwurf die für Play-offs typische angespannte Stimmung zu spüren.

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Bei den Krefeldern war von Beginn an deutlich zu erkennen, dass ihnen die Außenseiterrolle mehr liegt als die Rolle des Favoriten. Dazu präsentierte  sich Torwart Oliver Krechel gleich in Play-off-Form und sorgte mit drei Paraden dafür, dass sein Team nach 15 Minuten mit 6:4 führte. Nach 20 Minuten nahm VfL-Trainer Neff eine Auszeit und stellte seine Abwehrformation um. Die HSG kam jetzt kaum noch zu sicheren Abschlüssen. Ihr in der Gruppenphase erfolgreichster Werfer Maik Schneider kam überhaupt nicht zum Zuge. Dagegen gelang den Gästen bis zur Pause mit einer Viertore-Führung ein starker Endspurt.

Damit war die Ausgangsposition für die HSG für die zweiten 30 Minuten natürlich schwer. Die Gäste ließen keine Zweifel mehr an ihrem Sieg aufkommen. HSG-Trainer Maik Pallach versuchte, das Angriffsspiel der Eintracht mit einer offensiven Manndeckung gegen Spielmacher  Schmidt zu stören. Aber die Grün-Gelben fanden auf jede neue Herausforderung eine Lösung und spielten sich mit einem 6-0-Lauf in einen regelrechten Rausch.

15:25 lautete das Zwischenergebnis aus Sicht der Gastgeber nach 44 Minuten, was gleichzeitig die Vorentscheidung im ersten Play-off-Spiel bedeutete. Pallach versuchte, sein Team mit einem Torwartwechsel in der 45. Minute aufzurütteln. Für den guten aber oft chancenlosen Krechel (neun Paraden) kam Jascha Schmidt. Der aber hatte gleich Pech, denn den ersten Wurf wehrte er ab, doch der Ball sprang genau einem Gegner in die Arme und der musste nur ins leere Tor einwerfen. Mit zunehmender Spielzeit ließ die Gegenwehr der Eagles immer mehr nach. In der 49. Minute schickte Trainer Pallach den jungen Neuzugang Tim Schnalle aufs harte Parkett, der damit sein Debüt für die HSG gab.

Für die Krefelder heißt es jetzt, bis zum kommenden Samstag die Pleite aus den Köpfen zu bekommen und sich dann mit einer ordentlichen Leistung aus der Aufstiegsrunde zu verabschieden. Hagens Trainer Neff sagte nach dem Spiel: „Wir haben unsere Torchancen konsequent genutzt und verdient gewonnen. Es sind aber erst 50 Prozent gespielt. Wir bleiben weiter voll fokussiert und bereiten uns ab morgen auf das Rückspiel vor.“

HSG Krechel. Schmidt – Milde (2), Schnelle, Schneider, Hahn (4), Skorupa, Marquis (3), Braun (4), Schoenaker, Barwitzki, Brüren (5/3), Jageniak (3), Srsen, Eberlein, Mircic.