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HSG Krefeld: Verband weist Beschwerde gegen Lizenzverweigerung zurück

Handball : HSG beklagt unfaire Behandlung

Der Einspruch des Handball-Zweitligisten gegen die Lizenzverweigerung wird vom Verband zurückgewiesen. Die Krefelder wollen nach dem Studium der Begründung weitere juristische Schritte einleiten.

(RP) Die Nachricht kam nicht überraschend, schafft aber weitere Fakten – und geht in die nächste Runde. Die Handball Bundesliga (HBL) teilte der HSG Krefeld telefonisch mit, dass der Einspruch zurückgewiesen sei. Die Lizenzierungskommission der HBL verweigert der HSG Krefeld damit die Lizenz für die kommende Saison in der 2. Liga. Eine schriftliche Begründung wurde für die kommende Woche in Aussicht gestellt. Die HSG wird die Begründung abwarten und weitere juristische Schritte einleiten.

„Die HBL nimmt weiterhin die durch sie selbst herbeigeführte andere Ausgangslage für die Erteilung der Lizenz nicht zur Kenntnis“, heißt es in einem Statement der HSG, die dafür kein Verständnis hat. Der Verein hatte sich – vor Ausbruch der Corona-Pandemie – aufgrund des aussichtslosen Tabellenplatzes entschieden, aus finanziellen Gründen von der Beantragung einer Lizenz abzusehen. Es war nämlich sicher von einem Abstieg in die 3. Liga auszugehen. Aufgrund der Corona-Pandemie hat sich die Liga jedoch zu einem historisch einmaligen Schritt durchgerungen. Nicht nur wurde die Saison vorzeitig abgebrochen, sondern auch beschlossen, dass es keinen Absteiger aus sportlichen Gründen geben wird. Damit hat sich die ursprüngliche Ausgangslage für die HSG Krefeld komplett geändert. Mit der Entscheidung, auf Absteiger aus sportlichen Gründen zu verzichten, stellte sich auch für die HSG Krefeld die Situation völlig neu dar. „Aufgrund dieser für uns entscheidungserheblichen Änderung hätte man uns nochmals die Möglichkeit einräumen müssen, den nachgereichten Lizenzantrag für die kommende Saison positiv zu bescheiden“, heißt es seitens der HSG. „Alles andere ist ungerecht und benachteiligt uns unangemessen.“

Die HSG Krefeld verweist auf die historisch einmalige Situation und fordert „nicht mehr als eine faire und den Umständen entsprechende Behandlung“.