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HSG Krefeld: Sven Eberlein feiert gelungenen Einstand

Beim 38:28 der HSG im Test gegen Volendam : Eberlein feiert gelungenen Einstand

Sechs Tore steuert der Neuzugang aus Dormagen beim 38:28 über den niederländischen Klub HV/KRAS Volendam bei. Es war der vierte Sieg des Handball-Zweitligisten HSG Krefeld in einem Vorbereitungsspiel.

Geht es nach den Ergebnissen in der Vorbereitung, so darf Handball-Zweitligist HSG Krefeld durchaus positiv in die kommenden Aufgaben blicken. Bevor es am kommenden Samstag mit dem Auswärtsspiel bei der DJK Rimpar Wölfen in der Meisterschaft weiter geht, setzten sich die Eagles auch beim letzten Testspiel gegen den HV/KRAS Volendam mit 38:28 (20:14) erfolgreich durch. Doch die Ergebnisse sagen nicht sehr viel aus, denn dreimal wurde gegen BENE-League Teams gespielt, einmal ging es gegen die niederländische U21-Nationalmannschaft. „Wir hätten auch lieber gegen einen Erst- oder Zweitligisten getestet, aber es passte terminlich nicht“, sagte der Sportliche Leiter Stefan Nippes über die nicht gerade zweitligatauglichen Testspielgegner. Es war dennoch interessant, dass sich die Eagles in der Vorbereitungsphase unter Trainer Felix Linden wieder spiel- und torfreudig zeigten, zumal mit Simon Cuipinski und Tim Gentges zwei wichtige Spieler aus beruflichen Gründen fehlten.

Gegen Volendam gab es zunächst eine kleine Überraschung, denn auf der Torwartposition gab Ex-HSG-Keeper Benedikt Köß ein Kurzzeit-Comeback, um Stammkeeper Norman Toth einige Verschnaufpausen zu verschaffen. Doch die Fans staunten nicht nur über diese Tatsache, sondern auch über die offensive Spielweise der Gastgeber. „In den bisherigen Spielen wären wir froh gewesen, wenn wir in 60 Minuten so gut getroffen hätten, wie bis jetzt“, stellte ein Fan zur Halbzeit fest. Linden hatte im Vorfeld angekündigt, das seine Mannschaft breiter aufgestellt werden soll, um auf allen Positionen torgefährlicher zu werden. „Wir haben in der ersten Halbzeit 13 Minuten lang fast perfekten Handball geboten. In dieser Phase fehlten nur Kleinigkeiten in Abwehr und Angriff. Diese Spielweise müssen wir jetzt über einen längeren Zeitraum abrufen“, sagte Linden in seiner ersten Analyse. In der 23. Minute ließ er erstmals Neuzugang Sven Eberlein auflaufen. Der beim Bundesligisten SG Felnsburg-Handewitt in der Jugend ausgebildete und von Dormagen nach Krefeld gewechselte 19-Jährige brachte sich schnell ins Spielsystem . Besonders auffällig war sein Treffer zum zwischenzeitlichen 18:13, den er aus elf Metern Entfernung erzielte. Insgesamt gesehen war es für Eberlein ein gelungene Einstand, er ließ noch fünf weitere Tore folgen. Dass die Krefelder im zweiten Durchgang auffällig viele Ballverluste machten, die meist mit einem schnellem Umschaltspiel bestraft wurden, ließ sich leicht erklären. Eberlein bekam in der zweiten Hälfte vermehrt Einsätze und man sah ihm an, dass nach zwei Trainingseinheiten die Laufwege noch nicht so richtig stimmten. „Es hat mich gefreut, mein erstes Spiel für die HSG zu bestreiten. Für mich persönlich lief es heute sehr gut, ich freue mich auf die Zukunft“, bilanzierte der gebürtige Troisdorfer nach der Partie und zeigte sich mit der eigenen Leistung zufrieden. Doch auch er sah noch Verbesserungspotential bis zum Spiel in Rimpar. Dennoch überwiegt der Optimismus. „Wir wollen in der Rückrunde so viele Punkte wie möglich holen. Wir sind alles gute Jungs und versuchen, anzugreifen“, fügte er hinzu.