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HSG Krefeld steigt endgültig in die Dritte Handball-Liga ab

Niederlage vor dem Schiedsgericht : HSG Krefeld steigt endgültig in die Dritte Liga ab

Die HSG Krefeld muss endgültig den Gang in die Dritte Liga antreten. Das Schiedsgericht entschied, dass deren nachträgliches Einreichen der Lizenzunterlagen nicht rechtens und die Meldefrist bis zum 2.Mai bindend war.

Das Schiedsgericht der Handball-Bundesliga hat am 16. Juni entschieden, dass der Klage der HSG Krefeld gegen die Nichterteilung der Lizenz für die zweite Bundesliga nicht stattgegeben wird. Das teilte HSG-Geschäftsführer Andre Schicks gleich nach der vierstündigen Verhandlung in Porta Westfalica mit. Die Krefelder hatten aufgrund ihrer sportlichen Situation, als abgeschlagenes Tabellenschlusslicht kaum noch den Ligaverbleib schaffen zu können, zunächst keinen Lizenzantrag gestellt. Dieser hätte bis zum 2. März erfolgen müssen. Nachdem der Spielbetrieb zwei Wochen später wegen der Corona-Pandemie ruhte, hatte die HSG im Einvernehmen mit der Handballliga die Lizensierungsunterlagen nachträglich eingereicht. Der Liga-Kommission teilte dem Verein jedoch mit, dass die Meldefrist am 1. März verstrichen sei und die Unterlagen nicht fristgerecht eingereicht worden seien.

Krefeld legte eine Beschwerde ein, da durch den Saisonabbruch eine neue Situation hervor gerufen wurde, die auch in Bezug auf das Lizensierungsverfahren neu bewertet werden müsse. Auch diese Beschwerde wurde abgelehnt, so dass der Gang vor das Schiedsgericht die letzte Möglichkeit für die Eagles war.

Das Schiedsgericht begründete das Urteil damit, dass trotz Corona ein ordnungsgemäßes Lizensierungsverfahren stattgefunden hat. Einhergehend damit, sei der 2. März auch für die HSG Krefeld eine Ausschlussfrist gewesen, die bindend war.

„Wir werden heute Abend noch eine Gesellschafterversammlung einberufen und uns abstimmen, wie wir weiter vorgehen, um die neue Saison zu planen“, sagte HSG-Gesellschafter Dr. Simon Krivec.