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HSG Krefeld schrammt an einer Überraschung vorbei

2. Handball-Bundesliga : HSG Krefeld schrammt an einer Überraschung vorbei

In einer engen und umkämpften Partie unterlag der Handball-Zweitligist im Heimspiel dem favorisierten TuS Ferndorf mit 24:28 (11:12).

Für Handball-Zweitligist HSG Krefeld dürften es inzwischen eine Situation zu Haareraufen sein. Am Freitagabend zeigten die Eagles im Heimspiel gegen den TuS Ferndorf abermals eine sehr gute Leistung, die nicht belohnt wurde. Nach einem aufopferungsvollen Kampf wurde die Partie noch mit 24:28 verloren.

Zum Spielbeginn rieben sich die Krefelder Fans zunächst einmal die Augen, denn Torjäger Kevin-Christopher Brüren lief anstatt mit seiner etatmäßigen Nummer 29 mit der des verletzen Abwehrchef Damian Janus auf. Die Nummer 10 schien ihn in den ersten Minuten direkt zu beflügeln. So war alleine der Treffer zum 1:1 schon sehenswert, bei dem Dorian Wöstmann von links Außen den Ball in den Kreis warf und Brüren den Kempa-Trick geschickt verwertete.

Fortan war es der Krefelder Torjäger, der zusammen mit Spielmacher Simon Ciupinski das Geschehen auf dem Feld bestimmte. Das Duo sorgte mit seinen Treffern in den ersten 20 Minuten dafür, das es Ferndorf nicht so einfach hatte. Erst mit dem 10:11 gelang es Dorian Wöstmann als dritter Krefelder zu treffen. Während sich die Gäste aus Ferndorf im Angriff ungewohnte Schwächen leisteten, die zu Fehlwürfen führten, baute dies die Krefelder Spieler auf. „Das war eine gute Mannschaftsleistung von uns. Wir haben homogen und geschlossen gefightet“, sagte Ciupinski nach dem Spiel, der nach der Saison in die Oberliga nach Ratingen wechselt. Immer wieder wurde Brüren gesucht, der auch traf. Als Ciupinski 90 Sekunden vor der Pause zum 11:11 traf, war dies der verdiente Lohn für die Mühen. Die Ferndorfer dürften sicherlich froh gewesen sein, noch mit einer 12:11-Führung in die Kabine gehen zu können.

In der zweiten Halbzeit kam es dann zu den entscheidenden Szenen, die nach Spielschluss HSG-Trainer Felix Linden wie folgt kommentierte: „Wir haben das Spiel in unserer Überzahl vermasselt. Da haben wir nicht klug genug auf Chancen gespielt. Im Endeffekt siegt Ferndorf durch diese einfachen Fehler. Da war heute wirklich mehr für uns drin.“

Drei Tore in Überzahl waren in der Tat nicht berauschend. Als Linden in der Endphase seine Abwehr öffnete und den Ferndorfer Julius Lindskog Andersson in Manndeckung nahm, kamen die Krefelder zwar wieder zu ihren Torchancen bei Tempogegenstößen, verpassten es aber den Anschluss zu finden. Am Ende bleibt festzuhalten, dass Krefeld gegen eine Mannschaft wieder alles versucht hat auch auf technischer Ebene da dagegenzuhalten. „Das sind alles Mittel, die man mal nutzen muss. Wenn es klappt, dann ist es umso schöner. Meine acht Tore sind zwar schön, aber dennoch bleiben wir ohne Punkte“, erklärte Brüren nach dem Spiel, das noch eine Frage offen ließ, nämlich warum er im falschen Trikot auflief. „KC hat sein Trikot zu Hause vergessen. Dafür wird es auch eine deftige Strafe gegen“, lüftete Linden das Geheimnis. Damian Janus dürfte es indes gefreut haben, das die 10 in einem Spiel so viel Tore erzielt hat.

HSG: Toth, Dreyer - Schiffmann (1), Wöstmann (1), Cutura (3), Roosna (2), Vonnahme (3), Skopura, Luciano, Gentges (1), Schulz, Ciupinski (4), Brüren (8/1), Eberlein (1).