Die HSG Krefeld ist bereit Samstag steigt das große Handball-Spektakel

Krefeld · Ab 20 Uhr empfängt die HSG Krefeld Niederrhein in der Yayla-Arena den TV Aldekerk vor über 8000 Zuschauern. Die Gäste können in diesem Derby befreit aufspielen. Die Vorfreude in beiden Lagern ist groß.

 Schon das Hinspiel in Kerken war ein Handball-Leckerbissen. Teil zwei folgt am Samstag in der Yayla-Arena.

Schon das Hinspiel in Kerken war ein Handball-Leckerbissen. Teil zwei folgt am Samstag in der Yayla-Arena.

Foto: Norbert Prümen

Der erste Höhepunkt des neuen Krefelder Sportjahres steigt am Samstag ab 20 Uhr in der Yayla-Arena. Dort findet das große Handball-Spektakel statt, wenn die HSG Krefeld Niederrhein im Drittliga-Derby auf den TV Aldekerk trifft. Über 8000 Zuschauer werden dann die Ränge füllen und für eine einmalige Kulisse sorgen. Im Lager der beiden Teams ist die Vorfreude riesengroß. Das war am Mittwochabend bei der gemeinsamen Pressekonferenz in den Räumen der Werbeagentur „Blaue Erdbeere“, Sponsor der HSG, zu spüren. „Eine außergewöhnliche Veranstaltung benötigt eine außergewöhnliche Location. Gewinner ist schon jetzt der Handballsport am Niederrhein“, sagte André Schicks, Geschäftsführer der HSG.

Simon Krivec, Hauptgesellschafter der HSG, hatte den Gedanken, dieses Derby in der Yayla-Arena auszutragen, bereits beim Hinspiel in Aldekerk gefasst: „Eigentlich hatten wir ein Spiel in der Yayla-Arena erst für die 2. Liga geplant, dann vielleicht gegen Essen oder Dormagen. Dann haben wir uns entschieden, das vorzuziehen und die Sache durchgerechnet. Als wir den Spielplan mit den Pinguinen abgeglichen haben, stellte sich raus, dass dieser Samstag frei ist. Dann habe ich André losgeschickt. Wir haben ausgerechnet, dass wir 3500 Zuschauer für eine schwarze Null brauchen. Dann haben wir den Handballkreis wegen Spielverlegungen in den unteren Klassen ins Boot geholt. Dank an den Handballverband, dass er mitspielt. Ich hoffe und wünsche, dass wir unser Saisonziel, die Aufstiegsrunde erreichen. Dafür zählt nur ein Sieg. In der Aufstiegsrunde werden die Karten neu gemischt.“

Fünf Spiele stehen für die Eagles in der Weststaffel der 3. Liga noch auf dem Programm. Eine Niederlage darf sich das Team wahrscheinlich nicht mehr erlauben, um sicher neben dem TV Emsdetten als Tabellenzweiter in die Aufstiegsrunde zu gehen. Beim punktgleichen HC Bergische Panther sind die Eagles Samstag in einer Woche zu Gast, der auch noch gegen Spitzenreiter Emsdetten antreten muss.

Die Kerkener haben als Aufsteiger schon mehr als ihr Saisonziel Klassenverbleib erreicht und können Samstag befreit aufspielen. Ihr Spielertrainer Tim Gentges, Ex-Spieler der HSG, kennt sich mit Duellen vor einer großen und stimmungsvollen Kulisse aus, als er mit den Eagles in Rostock den Aufstieg in die 2. Liga schaffte: „Wir waren da der Party- und Stimmungskiller. Ich wünsche mir, dass wir das am Samstag auch machen werden. Die Sache wird für meine Spieler erst greifbar, wenn wir in der Halle stehen. Wir wollen das genießen. Ich glaube, das wird eine wundervolle Veranstaltung. Unsere Taktik verraten wir nicht. Wir fahren aber nicht nach Krefeld, um die Punkte dort zu lassen. Wir wissen um die Stärken und die Schwächen der HSG. Leider sind zwei Spieler verletzt.“

Auch HSG-Coach Mark Schmetz kennt sich mit Spielen in großen und ausverkauften Hallen aus. Schließlich spielte der Niederländer in einer Heimat und in Deutschland in Liga eins. 103 Mal trug er das Trikot der Oranje-Nationalmannschaft: „Es wird für jeden unserer Spieler ein besonderes Spiel. Jeder muss sehen, wie er damit umgeht. Jeder soll Spaß haben und seine Aufgabe erledigen. Wir betrachten die Partie als Heimspiel. Wir werden etwas früher in die Halle kommen, um uns an die Gegebenheiten zu gewöhnen.“

Obwohl in Krefeld am Rosenmontag normalerweise alle Sporthallen geschlossen sind, konnte Schmetz in der Glockenspitzhalle wie gewohnt am Montag die Trainingswoche einläuten, weil das Hallenwart Ulli Deden möglich machte. Freitagabend findet dort das Abschlusstraining statt. Dann wird der Coach seine Schützlinge intensiv auf den Gegner einstellen: „Aldekerk hat ein physisch starkes und körperlich großes Team. Torwart Paul Keutmann ist ein ganz großer Rückhalt. Ihn zu bezwingen, wird unsere große Aufgabe sein. Jonas Mumme am Kreis ist ebenfalls wichtig für die Mannschaft, macht immer wieder entscheidende Tore.“

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort