HSG Krefeld Nur Hampel sammelt keine Spielpraxis

Handball : HSG: Nur Hampel sammelt keine Spielpraxis

Der Linkshänder stand dem Handball-Drittligisten beim 33:23-Sieg in Langenfeld nicht zur Verfügung.

Einmal mehr feierte die HSG Krefeld einen deutlichen Sieg und festigte damit die Tabellenführung in der Dritten Liga, da Konkurrent SGSH Dragons überraschend in Spenge Federn ließ. Beim 33:23 (16:13) in Langenfeld zeigten die Krefelder nach schwächerem ersten Durchgang einen starken zweiten. Mit dem weiteren Erfolg steigerte das Team von Trainer Ronny Rogawska seine Tordifferenz nach acht Spielen auf starke +65.

Die klare Führung nach der Pause nutzte Trainer Ronny Rogawska einmal mehr für ausgiebige Wechsel. Auch der lange verletzte Philipp Liesebach bekam einige Minuten Einsatzzeit und feierte damit nach langer Leidenszeit ein erfolgreiches Comeback, obschon er noch ohne Treffer blieb. „Ich habe die klare Führung im zweiten Durchgang genutzt, um allen Spielern Einsatzzeit zu geben. Sie haben das echt gut gemacht und so halten wir alle im Rhythmus und zugleich frisch“, sagte Coach Rogawska. „Nur für Erik Hampel tut es mir leid. Er war krank und konnte deshalb auch keine Spielpraxis sammeln“, fuhr der Däne fort.

Hampel ist derzeit der einzige Spieler im Kader, der ein wenig außen vor ist. Die Konkurrenz im Team ist groß, und da die Eagles seit Wochen kaum Ausfälle zu beklagen haben, bleibt für den Rückkehrer aus Korschenbroich derzeit nur der harte Platz auf der Ersatzbank. Dass er nun auch noch krankheitsbedingt ausfiel, als seine Chance möglich gewesen wäre, ist sicher undankbar für den 23 Jahre alten Linkshänder.

Gegen Ende der Partie nutzten die Krefelder die klare Führung auch für einige schön herausgespielte Tore. „Es ist gut, dass wir auch bei hoher Führung weiter durchziehen. Das gibt Selbstvertrauen und macht Spaß und dann kommen auch solche Tore heraus“, sagte Rogawska. Doch nicht nur das: „Mein Ziel ist, dass wir solche Treffer, wie zum Beispiel per Kempa-Trick (ein Anspiel in den Sprung, das sofort zum Abschluss verwertet wird), auch in engen Situationen machen. Aber das ist ein Entwicklungsprozess. Klar ist aber: solche Aktionen können Spiele kippen und bringen Zuschauer in die Halle“, erläutert der Däne seine Vision zukünftiger Auftritte.

Für die HSG bedeutet der erneute klare Erfolg den siebten Sieg in Serie. Die Tatsache, dass der Trainer es sich leisten kann, die Belastung auf viele Schultern zu verteilen und dies auch erfolgreich tut, trägt sicher einen Teil dazu bei, dass der Verletzungsstand so gering ist, wie seit Jahren nicht. So befinden sich die Eagles mental wie physisch in einer sich selbst verstärkenden Aufwärtsspirale, die von weiteren Erfolgen träumen lässt und auch Aufstiegsambitionen realistisch erscheinen lässt. Besonders die starke Deckung mit erneut nur 23 Gegentoren lässt träumen, auch wenn es in Halbzeit eins noch Schwächen gab, die durch eine Umstellung von 6-0 auf 5-1 und 3-2-1-Deckung aber behoben wurden.

HSG: Nippes, Jäger, Keutmann – Woestmann (1), Janus, Goerden (5), Roosna (4), Vonnahme (1), Gentges (2), Kuhfuß (3), Liesebach, Hansen (2), Zimmermann (2), Ciupinski (1), Brüren (12/6)

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