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HSG Krefeld Niederrhein plant für die Aufstiegsrunde

3. Handball Liga : HSG Krefeld Niederrhein plant für die Aufstiegsrunde

Die Handballer haben Lizenzunterlagen für die zweite Liga eingereicht. Sie gehen davon aus, dass die Saison mit einer Aufstiegsrunde fortgesetzt wird mit den Mannschaften, die aufsteigen wollen.

Der Spielbetrieb in der dritten Liga im Handball ruht weiter. Bereits seit Oktober warten Spieler, Offizielle und Fans auf eine Fortsetzung. Diese ist aber aufgrund der langen Pause mit den ursprünglichen Spielplänen längst nicht mehr möglich. Die vielen ausgefallen Spiele nachzuholen, ist schlichtweg nicht machbar, zumal schon der ursprüngliche Spielplan Doppelspieltags-Wochenenden vorsah.

Doch langsam zeichnet sich eine Lösung ab, um zumindest in Hinsicht auf die kommende Saison einen regulären Aufstieg zu ermöglichen. Da die Profiligen, Handball Bundes lIga (HBL) und Zweite Liga, weiter spielen und hier auch Absteiger ermittelt werden, ist ein Aufstieg möglich. Darum fragt der DHB nun in einem ersten Schritt ab, welche Teams diesen überhaupt anstreben.

„Wir gehen im Moment davon aus, dass dieser Kreis aus allen vier Staffeln zusammen in der Größenordnung von zehn bis 15 Teams liegen dürfte”, schätzt André Schicks, Geschäftsführer der HSG Krefeld Niederrhein. Wer sich für eine Teilnahme an der Aufstiegsrunde entschließt, der muss zunächst bis zum ersten März Lizenzunterlagen für die 2. HBL einreichen. „Das haben wir bereits getan. Wir wollen in jedem Fall dabei sein und haben alle Lizenzunterlagen bereits abgegeben”, erklärt Schicks.

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Erst, wenn die genannte Frist verstrichen ist, wird über Spielplan und Abläufe entschieden. „In den Gesprächen zeichnet sich ab, dass wir voraussichtlich etwa 18 Termine zusammenbekommen. An dieser Zahl sollte sich der Modus dann ausrichten”, erklärt der Krefelder Funktionär.

Die derzeit erörterten Möglichkeiten reichen von weiteren Gruppeneinteilungen mit anschließenden Quervergleichen in einer Art Playoffsystem bis hin zu einer Einfachrunde oder einem durchgehenden Playoff-System. Dafür, dass diese Pläne in die Tat umgesetzt werden können, muss jedoch nicht nur die Lizenzierung abgewartet werden. „Natürlich hängen wir auch immer ein Stück weit am Infektionsgeschehen. Aktuell wird avisiert, kurz nach Ostern zu beginnen. Bis dahin soll idealerweise die Zahl der Infektionen so weit zurückgegangen sein, dass ein problemloser Spielbetrieb möglich ist. Sollte es dann immer noch nicht so weit sein, müssten wir neu überlegen”, erklärt Schicks.

Die Hoffnung ist jedoch groß, dass nicht nur ein Spielbetrieb, sondern möglicherweise auch eine Teilauslastung mit Zuschauern möglich ist, wie es auch zu Beginn der abgebrochenen Saison der Fall war. „Da haben wir gezeigt, dass die Hygienekonzepte funktionieren. Wir hoffen, dass wir in ähnlicher Form agieren können, wenn es weiter geht”, sagt der HSG-Geschäftsführer.

Für alle, die keine Plätze in der Halle bekommen, egal, ob wenige, oder gar keine Besucher zugelassen werden, werden die Spiele in bewährter Form auf der Plattform Sportdeutschland.tv gestreamt. „Unser Stream ist mittlerweile gut etabliert und wir wollen damit möglichst viele Fans erreichen”, so Schicks.

Dass die Eagles immmer gut gewirtschaftet haben und schuldenfrei sind, könnte sich nun auch personell auszahlen. Die HSG könnte noch verstärkt ins Rennen gehen. „Wir sondieren den Markt und schauen, was möglich ist. Da viele Teams nicht weiter spielen, sind interessante Jungs frei”, fährt Schicks fort. Die Eagles wollen zurück in die zweite Liga, das ist in jedem Fall zu spüren.