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HSG Krefeld Niederrhein: Pallach erweitert Trainingsprogramm

HSG Krefeld-Niederrhein : Maik Pallach erweitert das Trainingsprogramm

Der Trainer des Handball-Drittligisten HSG Krefeld Niederrhein wird einen Teil seines Teams auch zweimal pro Woche morgens um sich versammeln. Geschäftsführer André Schicks rechnet mit einer Etat-Erhöhung von um die 20 Prozent.

Mit recht gemischten Gefühlen blickten die Verantwortlichen der HSG Krefeld Niederrhein auf die Gruppeneinteilung der 3. Bundesliga, die der Deutsche Handball-Bund vergangenen Mittwoch veröffentlichte. Denn gleich vier zweite Mannschaften, davon drei von Bundesligisten, gehören zu den 14 Teams. „Diese vier zweiten Mannschaften stellen uns natürlich vor besonderen Aufgaben, weil es Wundertüten sind. Man weiß nie, wer spielt von oben mit“, sagt Trainer Maik Pallach.

Ansonsten könne er mit der Gruppeneinteilung gut leben: „Schade, dass Ferndorf nicht in unserer Gruppe ist, weil das ein Topverein ist, der viele Zuschauer mitbringt.“ Für ihn ist Zweitliga-Absteiger TV Emsdetten der Topfavorit: „Diese Mannschaft wird das Maß aller Dinge sein. Ich weiß, dass es dort nicht viele Abgänge gibt. Der Verein war über 20 Jahre immer in der 2. Liga und hat den Anspruch, direkt wieder aufzusteigen. Ich freue mich aber auch auf so Mannschaften wie Ahlen oder Spenge. Ansonsten sind das die üblichen Verdächtigen. Für uns ist sicher attraktiv, dass der TV Aldekerk aufgestiegen ist.“

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Geschäftsführer André Schicks freut sich einerseits über attraktive Gegner, die Zuschauer anlocken oder mitbringen, wie zum Beispiel auch Aufsteiger Aldekerk, andereseits rechnet er mit vielen schweren Aufgaben. „Sportlich ist das eine größere Herausforderung als in der Vorsaison. Neben den zweiten Mannschaften und Absteiger Emsdetten wird es sicher wieder ein Überraschungsteam geben.“

Damit das Ziel Aufstieg der Eagles realistisch ist, wird die Mannschaft weiter verstärkt. Bisher wurden Perspektivspieler Loïc Kaysen vom VfL Gummersbach II, Rechtsaußen Julian Athanassoglou vom Zweitligisten VfL Eintracht Hagen und Rückraumspieler Tim Claasen von der HSG Ostsee Neustadt/Grömitz verpflichtet. „Damit sind wir unserem Ziel, das Team in der Tiefe zu verstärken, ein großes Stück weitergekommen“, sagt Pallach. Gesucht werden noch ein junger und ein erfahrener Kreisläufer. Beide sollen noch bis zum Trainingsauftakt gefunden werden. Daran arbeitet der Sportliche Leiter Stefan Nippes derzeit mit Hochdruck. Denn Kreisläufer Lars Jagieniak, der sich im letzten Saisonspiel einen Außenbandabriss im Knie zuzog, wird noch drei bis vier Wochen fehlen. Mehr bessere Spieler für das Team bedeuten natürlich auch mehr Kosten. Daher soll der Etat laut Schicks um die 20 Prozent erhöht werden. Dafür sorgt in erster Linie Marketing-Leiter Fabian Herzog, der bereits zusätzliche Sponsoren gewinnen konnte.

Am 11. Juli versammelt Pallach seine Schützlinge zum ersten Mal in der Glockenspitzhalle zum Start der Vorbereitung auf den Meisterschaftsstart am Wochenende 3./4. September. „Dann stehen zunächst die Test im Mittelpunkt. Alle haben für die Pause Trainingspläne mitbekommen. 14 Tage lang konnten die Spieler nach der langen Saison mal die Seele baumeln lassen.“

Um noch besser vorbereitet in die Meisterschaftsspiele gehen zu können, werden die Eagles ab dieser Saison zweimal pro Woche auch vormittags trainieren. „Ich rechne mit einer Gruppe von zehn bis 12 Spielern. Die anderen sind ja beruflich nicht abkömmlich“, sagt der Trainer.

Echte Prüfsteine stehen der HSG Krefeld während der Vorbereitung im Weg. Nach dem leichten Auftakt beim Landesligisten TV Schwafheim (20.7.) geht es in der Sportschule Kaiserau gegen den Bundesligisten Bergischer HC, allerdings nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Zum ersten Test auf eigenem Parkett kommt am Mittwoch, 3. August, Erstliga-Aufsteiger ASV Hamm an den Glockenspitz. Nach dem Heim-Turnierwochenende 6./7.August (siehe Info) findet auch die Generalprobe für den Meisterschaftsstart in eigener Halle statt. Dann ist am Samstag, 27. August, 16 Uhr Zweitliga-Absteiger TuS Ferndorf zu Gast.