1. NRW
  2. Städte
  3. Krefeld
  4. Sport

HSG Krefeld Niederrhein löst das Play-off-Ticket

Handball : HSG Krefeld löst das Play-off-Ticket

Das letzte Gruppenspiel um den Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga gewannen die Eagles am Sonntag beim TSB Heilbronn-Horkheim mit 31:27 und treffen nun am Samstag in der Glockenspitzhalle auf den Nord-Zweiten VfL Hagen.

Mit einem verdienten 31:27 (17:12)-Erfolg beim TSB Heilbronn-Horkheim sicherte sich die HSG Krefeld Niederrhein in der Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga als Tabellendritter der Gruppe B (Süd) die Teilnahme am Play-off-Viertelfinale. Dort treffen die Eagles am kommenden Samstag am Glockenspitz auf den VfL Hagen, der in der Gruppe A (Nord) Platz zwei belegte.

Die knapp 400 Kilometer lange Anreise ins Schwabenland, die auch der Sportliche Leiter Stefan Nippes mitmachte, steckten die Krefelder prima weg und wurden vom Anwurf weg ihrer Favoritenrolle gerecht. Trainer Maik Pallach stellte Matija Mircic in den Innenblock, weil Domagoj Srsen  (Rücken) angeschlagen war. Das galt auch für Robin Schoenaker (Schulter), der aber bis zur 24. Minute auf die Zähne biss. „KC“ Brüren war wegen Magen-Darm-Problemen erst gar nicht mitgefahren.

Die Gäste gingen gleich in Führung und bauten ihren Vorsprung bis zur Pause auf fünf Tore aus. Dabei ragte Torwart Oliver Krechel mit acht Paraden heraus. Bester Akteur der HSG war aber Maik Schneider, und das nicht nur wegen seiner vier Treffer. Auch Mike Schulz bot eine starke Leistung, der alle vier Siebenmeter verwandelte.

  • HSG-Torwart Oliver Krechel konnte erst in
    Handball-Aufstiegsrunde : HSG Krefeld Niederrhein muss um die Play-off-Teilnahme zittern
  • Das Tor zum Gruppensieg steht für
    Handball-Aufstiegsrunde : Für die HSG Krefeld sind die Karten neu gemischt
  • Der Niederländer Robin Schoenaker steht nach
    Handball : HSG Krefeld Niederrhein kann das Play-off-Ticket lösen

Die Horkheimer kamen mit einer deutlich aggressiveren Körpersprache zur zweiten Halbzeit aufs Parkett. Daran mussten sich die Eagles lange gewöhnen und ließen ihren Gegner bis auf zwei Treffer herankommen (44.). Trainer Pallach schickte Jascha Schmidt ins Tor, der beim Stande von 26:23 eine wichtige Parade zeigte und der starke Lars Jagieniak  traf im Gegenstoß. Die Vorentscheidung fiel ab 54. Minute, als Mircic die Rote Karte sah. Schmidt verhinderte mit seiner zweiten Parade, dass die Gastgeber wieder bis auf zwei Treffer herankamen. Und dann zog die HSG durch Treffer von Maik Schneider und Carlos Marquis auf 29:24 davon. Der Rest war nur noch für die Statistik.

„Wir sind hier mit der Hypothek von zwei Niederlagen in Folge angetreten. Daher war der Druck auf unserer Seite, weil wir unbedingt unser Ziel Play-offs erreichen wollten, was auch das Ziel des Vereins ist“, sagte Maik Pallach. Srsen und Schoenaker hätten durch ihre Verletzungen nicht viel spielen können: „Ein Lob daher an Matija Mircic, der seine Sache im Innenblock sehr gut gemacht hat.“ Zur zweiten Halbzeit sagte der Coach: „Wie so oft, sind wir wieder durch viele technische Fehler zurückgefallen und haben nicht mehr auf den Punkt gespielt. Am Ende geht der Sieg für uns aber in Ordnung.“ Mit Blick auf die Play-offs sagte Pallach: „Wir sind in der Gruppenphase immer als Favorit gehandelt worden. Jetzt können wir befreit aufspielen.“

HSG: Krechel, Schmidt – Milde (1), Basic (1), Mircic (2), Schneider (6), Hahn (1), Skorupa (2), Schulz (8/6), Marquis (2), Braun (4), Schoenaker, Barwitzki, Jagieniak (4), Srsen.