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HSG Krefeld Niederrhein: Ein Stückwerk mit positiven Ansätzen​

3. Handball-Bundesliga : Ein Stückwerk mit positiven Ansätzen

Knapp vier Wochen vor dem Meisterschaftsauftakt der 3. Handball-Bundesliga kämpft HSG Krefeld Niederrhein weiter mit personellen Problemen. So richtig einspielen konnte sich die Mannschaft des neuen Trainers Mark Schmetz noch nicht.

Es wird noch lange dauern, bis Mark Schmetz auf seinen kompletten Kader bauen kann. Denn der neue Trainer des Handball-Drittligisten HSG Krefeld Niederrhein hat während der Vorbereitung auf die neue Drittliga-Saison mit erheblichen Personalproblemen zu kämpfen. Gleich eine komplette Sieben fehlte dem Niederländer am Samstag beim ersten Turnierspiel gegen den Bundesligisten VfL Gummersbach.

Die Ausfälle: Bis zum Liga-Auftakt am 3. September gegen die Ahlener SG wird sich das Lazarett der Eagles lichten. Bleibt das Team von weiteren Verletzungen verschont und laufen die Heilungsprozesse normal, dann fehlen vielleicht nur noch die beiden Langzeitverletzten Steffen Hahn und Mike Schulz. Kreisläufer Lars Jagieniak und Torwart Sven Bartmann dürften schon bald wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Matjia Mircic hat seine Knieverletzung so gut wie auskuriert und gehörte am Sonntag gegen Essen schon zum Kader, kam aber nur einmal kurz aufs Parkett.

Torhüter: Auf dieser Position gibt es aktuell das geringste Problem. Lasse Hasenforther und Gustav König kompensierten den Ausfall von Sven Bartmann sehr gut. „Auf dieser Position sind wir sehr stark“, sagt Trainer Schmetz.

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Abwehr: Auch wenn für den Innenblock Jagieniak und Mircic nicht zur Verfügung standen, war die Abwehrarbeit gegen die starken Gegner in Ansätzen sehr gut. Durch die Neuzugänge bieten sich dem Trainer mehr Alternativen: „Die Abstimmung funktioniert immer besser.“

Angriff: Hier lief es in den Testspielen noch nicht so wie es sich der Coach vorstellt. „Das Timing passt noch nicht so, wie wir die Kreuzungen machen wollen. Wir gehen zu tief rein und halten den Ball zu lange. Wir suchen noch zu schnell die einfache Lösung. Wir müssen weiterspielen und die dritte oder vierte Chance zum Abschluss suchen. So können wir alle Spieler richtig gut ins Spiel bringen. Dann sind wir nicht so abhängig davon, was Merten Krings macht.“ Deutlich mehr als in der Vorsaison sucht Andrej Obranovic den Abschluss. „Er setzt das auch gegen so starke Gegner ganz gut um, was wir im Training ausprobieren“, sagt sein Trainer.

Neuzugänge: Angefangen vom jungen Torwart Gustav König bis zum erfahrenen Kreisläufer Philipp Dommermuth hinterließen die Neuzugänge bisher einen vielversprechenden Eindruck. Tim Claasen ist im Rückraum eine  Entlastung und Alternative für  Kapitän Merten Krings. Auf der rechten Außenbahn gibt Julian Athanassoglu mächtig Gas und ist torgefährlich. Der 21-Jährige Luic Kaysen ist neben der Rückraum-Links-Position auch in der Deckung einsetzbar und zählte gegen Essen zu den besten Eagles. Der junge Kreisläufer Fritz Bitzel aus der Ausbildungsschmiede der Rhein-Neckar Löwen und frisch gebackener deutscher A-Jugendmeister, der am Sonntag Geburtstag (19) feierte, bekam aufgrund der vielen Ausfälle mehr Einsatzzeiten als erwartet. Gegen Gummersbach verließ er nach 50 Minuten erschöpft das Spielfeld. Er bewies sein Talent und kann in Ruhe aufgebaut werden. Gesucht wird noch ein Spieler für den linken Rückraum.

Das Umfeld: Die Profi-Abteilung der Eagles steht auf finanziell gesunden und strukturell gut organisierten Beinen. Für den Fall des Aufstiegs in die 2. Bundesliga ist man gerüstet.

Fazit: Wegen der vielen verletzten Spieler und der vielen hochkarätigen Gegner war es bisher schwer, sich richtig einzuspielen. Der ein oder andere leichtere Testspielgegner wäre besser gewesen. Dennoch ist die Handschrift des neuen Trainers zu erkennen. Handballerisch ist die Mannschaft schon auf einem guten Weg. Der nächste Test am 18. August beim Regionalligist SG Ratingen und die Generalprobe gegen den Drittligisten TuS Ferndorf aus der Süd-West-Gruppe wird zeigen, wo die Eagles stehen.