HSG Krefeld nach Sieg in Großenheidorn dicht vor der Meisterschaft im Westen.

Dritte Liga Handball: Max Jäger führt Eagles zum Arbeitssieg

Handball-Drittligist HSG Krefeld tat sich beim Tabellenletzten TV Großeheidorn sehr schwer und gewann dank des Torhüters mit 27:25. Da Verfolger SGSH Dragons unterlag, beträgt der Vorsprung bereits acht Punkte.

Der Aufstieg der HSG Krefeld in die zweite Liga, oder zumindest das Erreichen der Relegation, wird immer wahrscheinlicher. Während die Eagles am Samstagabend einen unerwartet knappen 27:25 (11:11)-Erfolg beim Tabellenletzten MTV Großenheidorn feierten, unterlag Verfolger SGSH Dragons zeitgleich beim Dritten TSV GWD Minden II. Damit ist der Vorsprung der Eagles bei noch sechs ausstehenden Spielen auf acht Zähler angewachsen.

Die Leistung der Schwarz-Gelben beim krassen Außenseiter war alles andere als meisterlich. „Wir haben einfach zu viel gewollt und zu unkonzentriert abgeschlossen. Max Jäger hat uns mit einer bärenstarken Leistung gerettet“, sagte Trainer Ronny Rogawska nach dem Spiel. Der Übungsleiter hatte schon unter der Woche vor der Begegnung gewarnt: „Meine Jungs können auch die Tabelle lesen, da kann ich reden, wie ich will.“

Entsprechend leisteten sich die Krefelder viele Fehler im Offensivspiel und in der Folge gelang es nicht, der klaren Favoritenstellung adäquat gerecht zu werden. Entscheidend für den Sieg war eine Eagles-Strafzeit in der 51. Minute. Beim Stand von 21:19 wurde Lars Jagieniak hinausgestellt. Die Gäste aber ließen in Unterzahl keinen Gegentreffer zu und trafen selbst doppelt. Ein weiterer Treffer unmittelbar danach brachte das 24:19 und damit die Vorentscheidung. „Dadurch kamen wir bis zum Ende nicht mehr wirklich in Probleme“, sagte Rogawska, der zwar mit dem Auftritt nicht zufrieden war, aber feststellte: „Unter dem Strich zählen die zwei Punkte.“

Nicht mit von der Partie war Kapitän Marcel Görden. Nach fast zweiwöchiger Wartezeit war am Freitagmorgen sein Sohn geboren worden und so blieb er am Niederrhein und kümmerte sich um Frau und Kind. Seinen Platz im Team teilten sich Gerrit Kuhfuß und Lars Jagieniak. „Das erste Kind ist etwas Außergewöhnliches. Da war es selbstverständlich, dass wir ihn daheim lassen“, befand Rogawska.

Nicht nur deshalb wurde es in Großenheidorn schwerer, als vermutet. Am Ende aber stand ein hart erarbeiteter Erfolg, der unter dem Strich die benötigten Punkte brachte. Mit dem Sieg reichen nun fünf Punkte aus den letzten sechs Saisonspielen, um die westdeutsche Meisterschaft zu sichern. Wichtig ist aber auch, die Konzentration hoch zu halten. Denn die wichtigsten Saisonspiele, die der Relegation, würden nach dem letzten Spieltag folgen.

HSG: Jäger, Tophoven – Schiffmann (5), Woestmann (1), Roosna, Gentges (4), Kuhfuß (1), Liesebach (2), Hansen (5), Zimmermann (5/1), Ciupinski (2), Brüren (2/1), Jagieniak.

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