Das Ziel Aufstiegsrunde ist so gut wie erreicht HSG Krefeld mit Mühe zum Arbeitssieg

Krefeld · Der Handball-Drittligist kam im Heimspiel gegen die Bergischen Panther nach dreiwöchiger Pause schwer in den Wettkampfmodus. Dennoch reichte es vor 981 Zuschauern zu einem 35:30-Sieg. Classen und Krass sahen Rot.

Hier wird Merten Krings (am Ball) von HSG-Innenblocker Matija Mircic gestoppt, der neben seiner guten Abwehrarbeit noch vier Treffer erzielte. Rechts Kris Zulauf von den Panthern, der gemeinsam mit seinem älteren Bruder in Leichlingen als Zahnarzt und Kieferorthopäde arbeitet.

Hier wird Merten Krings (am Ball) von HSG-Innenblocker Matija Mircic gestoppt, der neben seiner guten Abwehrarbeit noch vier Treffer erzielte. Rechts Kris Zulauf von den Panthern, der gemeinsam mit seinem älteren Bruder in Leichlingen als Zahnarzt und Kieferorthopäde arbeitet.

Foto: Samla Fotoagentur/samla.de

Bis Ende Mai die Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga beginnt, muss die HSG Krefeld Niederrhein noch an einige Stellschrauben drehen, wenn das Team ein Wort um einen der beiden Aufstiegsplätze mitreden will. Das zeigte am Samstag das Heimspiel gegen die abstiegsgefährdeten Bergischen Panther. Am Ende feierten die Eagles vor 981 Zuschauern einen 30:25-(17:14)-Arbeitssieg. Jetzt reicht aus den verbleibenden fünf Spielen in der Süd-West-Staffel der 3. Liga ein winziges Pünktchen, um die Aufstiegsrunde zu erreichen.

Einen Erfolg gab es bereits vor dem Anwurf. Denn die DKMS Typisierungsaktion der HSG und der Brauerei Königshof für die an Blutkrebs erkrankte Steffi war ein voller Erfolg. Um die 150 Stammzellenspender ließen sich im Foyer der Glockenspitzhalle registrieren.

Die Eagles kamen nach ihrer dreiwöchigen Pause und zahlreichen krankheitsbedingten Ausfällen im Training schwer ins Spiel und lagen nach 15 Minuten mit drei Treffern zurück. Torwart Martin Juzbasic verhinderte durch einige Paraden und zwei gehaltenen Siebenmetern einen größeren Rückstand. Nach 20 Minuten brachte Jörn Persson die Eagles zum ersten Mal in Führung (11:10), die bis zur Pause auf 17:14 ausgebaut wurde.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit stockte der HSG-Motor. Die Gäste glichen aus, ehe Matija Mircic das 18:17 erzielte. Der Innenblocker war hinterher Mann des Spiels, weil er zum ersten Mal bei der HSG in einem Spiel mehr als drei Treffer erzielte. Bis zur 49. Minute wechselte die Führung immer wieder. Dann kassierten die Gäste drei Zeitstrafen in Folge. Die Eagles setzten sich bis auf drei Treffer ab (26:23), was letztendlich die Vorentscheidung war. Fünf Minuten vor dem Ende feierte der junge Linksaußen Cedric Marquardt, der sich im Januar verletzt hatte, sein tolles Comeback und erzielte vier Treffer.

Im Angriff der HSG machte sich der Ausfall des verletzten Kreisläufers Lars Jagieniak (Kieferbruch) deutlich bemerkbar. Übrigens trug der Kieferorthopäde Kris Zulauf, der ihn operierte, das Trikot der Bergischen Panther. „Wir haben vorne einfach zu viel liegen gelassen“, sagte Trainer Mark Schmetz hinterher. Insgesamt habe er so ein Spiel erwartet: „Ich wusste, dass es nicht einfach werden würde. Die Panther müssten in der Tabelle viel weiter ober stehen. Für uns war es wichtig, nach drei Wochen wieder in den Wettkampfmodus zu kommen. Wir konnten nur seit Dienstag komplett trainieren. Davor waren viele Spieler krank, teilweise waren lediglich vier oder fünf beim Training.“ Zufrieden war der Coach, wie sein Team in der Schlussphase den Sieg unter Dach und Fach brachte: „Die Abwehr stand da richtig gut. Wir verlieren da kaum Eins-gegen-Eins-Duelle. Merten Krings hat sein Spiel mit dem Kreisläufer nicht umsetzen können.“

Natürlich richteten sich die Augen der HSG-Fans auf Ex-Kapitän Krings, der bei den Panthern sein drittes Comeback-Spiel absolvierte. Der haderte hinterher mit der Leistung der Schiedsrichter: „Die war besonders in den letzten 15 Minuten unterirdisch.“ Trotz zehn Monate Pause wirkte er fit und dynamisch wie immer. Kein Wunder, er spielt in seinem Heimatdorf Lammersdorf als Stürmer für den dortigen TuS 1926 in der Fußball-Kreisliga B: „Jetzt pausiere ich dort natürlich. Aber nach der Saison ist mit Handball endgültig Schluss.“

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