Handball Die HSG Krefeld lädt zum Handballfest

Krefeld · Über 1500 Zuschauer werden am Donnerstag in der Glockenspitzhalle die Tribünen füllen, wenn die Eagles zum Topspiel der Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga den TV Emsdetten erwarten. Die Gäste bringen viele Fans mit.

Auf Treffer von Christopher Klasmann, wie hier beim Heimspiel gegen den TV Emsdetten, baut die HSG auch am Donnerstag.

Auf Treffer von Christopher Klasmann, wie hier beim Heimspiel gegen den TV Emsdetten, baut die HSG auch am Donnerstag.

Foto: Mark Mocnik

Der Kampf um die beiden Aufstiegsplätze zur 2. Handball-Bundesliga spitzt sich mehr und mehr zu, und mitten drin die HSG Krefeld Niederrhein. Wenn die Eagles am Himmelfahrtstag um 17 Uhr im Heimspiel gegen den TV Emsdetten gewinnen, bleiben sie weiter im Rennen und würden dann an dem dann punktgleichen Gegner aufgrund des besseren Torverhältnisses vorbeiziehen. Dabei können die Gastgeber auf tatkräftige Unterstützung von den Rängen bauen. Bis Mittwoch waren bereits knapp über 1500 Tickets verkauft. Allerdings werden die Gäste auch von einer stattlichen Anzahl Fans an den Niederrhein begleitet. Die wurden von der Clubführung gebeten, in grünen Trikots zu erscheinen.

Da davon auszugehen ist, dass Tabellenführer TuS Vinnhorst mit jetzt drei Minuspunkten seine beiden letzten Spiele gewinnt und auch der EHV Aue vor seinem Gastspiel am 27. Mai in Krefeld beide Spiele nicht verliert, könnte es dann zwischen der HSG und dem Meister der Oststaffel zu einem Endspiel um Platz zwei kommen. Das würde dann in der Yayla-Arena stattfinden.

Doch davon können die Eagles vorerst nur träumen. Auch wenn in der Gruppenphase das Heimspiel gegen Emsdetten mit 33:29 gewonnen wurde und auch beim Rückspiel bis auf die letzten 200 Sekunden und vier Gegentoren ein gleichwertiger Gegner waren, gelten die Gäste als Favorit. Ausschalten müssen die Eagles TV-Topspieler Tobias Reichmann, der im rechten Rückraum für reichlich Gefahr sorgt. Die Emsdettener absolvierten in den vergangenen Tagen regeneratives Training und bereiteten sich intensiv auf die Eagles vor. Rückraum-Stratege Marcel Schliedermann ist nach überstandener Krankheit ins Training zurückgekehrt.

Regeneration steht diese Woche auch bei der HSG auf dem Programm. „Jetzt kann man im Training nicht mehr viel ausprobieren“, sagt Trainer Mark Schmetz. Daher gönnte er seinen Schützlingen am Mittwoch den gewohnt freien Tag.

„Die zwei Punkte in Hanau zu holen, war für uns extrem wichtig. Emsdetten ist aktuell mit zwei Punkten vor uns und es ist noch alles drin. Dass wir so ein Riesenspiel gegen eine absolute Spitzenmannschaft zu Hause spielen, ist super und wir freuen uns sehr, dass wir gerade da die Unterstützung der Fans und einer vollen Tribüne im Rücken haben“, sagt der Coach.

Die Fans der Eagles können zuversichtlich sein, dass ihre Mannschaft alles geben wird. Das hat sie trotz der Verletztensituation mit den Langzeitverletzten Maik Schneider, Tim Claasen, Pascal Noll und Julian Athanassoglou, sowie diversen angeschlagenen Spielern in den vergangenen Duellen mit dem mannschaftlichen Kollektiv aufgefangen. Das zeigte sich auch am vergangenen Samstag in Hanau, wo Matija Mircic wegen einer Fußverletzung fehlte und auch am Donnerstag nicht auflaufen kann

Für Merten Krings ist das vielleicht drittletzte Spiel für die HSG ein ganz besonderes. Schließlich trug der Kapitän vier Spielzeiten lang das Trikot der Gäste aus dem nördlichen Münsterland. Beim Rückspiel in Emsdetten wurde er gnadenlos ausgepfiffen, was bei ihm sicher für zusätzliche Motivation sorgen wird.

Donnerstag spielen ferner:

MTV Braunschweig - EHV Aue, Eintracht Hildesheim - HC Oppenweiler/Backnang, TuS Ferndorf - HSG Hanau.