HSG Krefeld: Kapitän Gentges glaubt an sein Team

Zweite Handball-Bundesliga : Kapitän Gentges glaubt an sein Team

Nach der Heimniederlage der HSG Krefeld gegen Lübeck zeigten sich die Krefelder Spieler selbstkritisch. Gegen die Rimpar Wölfe soll es Sonntag neben einer guten Abwehrarbeit diesmal auch im Angriff durchschlagkräftiger zugehen.

Die Premiere und die Feuertaufe der Glockenspitzhalle mit dem Spiel der HSG Krefeld gegen den VfL Lübeck-Schwartau darf durchaus als gelungen bezeichnet werden. Allerdings fehlte ein Sieg als i-Tüpfelchen auf einem ansonsten rundweg gelungenen Abend. Die Halle zeigte sich von ihrer besten Seite, auch der Live-Stream im Internet lief optimal, die Stimmung auf den Zuschauerrängen machte das Ganze insgesamt zu einem Event. Doch kaum war die Partie zu Ende ging es bei den Verantwortlichen der HSG schon um die Vorbereitung für das nächste Heimspiel, denn am Sonntag um 16 Uhr gastieren die Wölfe aus Rimpar am Glockenspitz.

„Rimpar hat die Halle am Wochenende nicht zur Verfügung, wenn wir das Heimrecht nicht getauscht hätte, dann wäre nur ein Spiel mitten in der Woche möglich gewesen. Da ein Teil unserer Spieler aber noch berufstätig ist, war der Heimrechttausch die beste Lösung“, erklärt HSG-Geschäftsführer Andre Schicks, warum es abermals zu einem Heimspiel kommt. In diesem wollen es die Eagles nun besser machen als eine Woche zuvor beim 16:24 gegen Aufstiegsanwärter Lübeck.

Da sich unter der Woche bestätigte, dass sich Linksaußen Max Zimmermann einen Kreuzbandriss zuzog, ruhen die Hoffnungen diese Position optimal zu bekleiden nun auf den einzig verbliebenen Linksaußen Dorian Wöstmann. „Wir vertrauen voll und ganz auf Dorian, der mit Sicherheit die Rolle ausfüllen kann. Zur Not haben wir aber auch andere Spieler, wie zum Beispiel Felix Jaeger, die dort für Entlastung sorgen können“, sagt der Sportliche Leiter Stefan Nippes, der wie auch das Trainerteam keine große Not bezüglich einer weiteren Neuverpflichtung sieht. Das Team und allen voran dessen Kapitän Tim Gentges ist in dieser Woche selbstkritisch. „Wir haben gesehen, dass wir 45 Minuten auf Augenhöhe gegen einen starken Gegner mithalten können. Danach haben wir aber nicht mehr geschafft dieses Niveau zu halten. Was festzuhalten ist: Wir haben eine überragende Abwehr, aber 16 Tore nach vorne waren zu wenig“, sagt Gentges.

Gegen die Wölfe soll es am Sonntag besser werden. Gentges kündigt an, dass im Angriff durchschlagkräftiger gespielt werden und die Fehler minimiert werden sollen. „Wir werden wieder eine stabile Abwehr stellen, welche auch das Fundament des ersten Saisonsieges sein soll. Wir müssen an unser Spielsystem glauben, uns daran halten und alles rein schmeißen was wir haben“, gibt der Kapitän die Parole für sein Team aus. Dies allerdings wohl wissend, dass es gegen Rimpar nicht leichter wird als gegen Lübeck.

Von Seiten des Gegners war in dieser Woche zu hören, dass man vor dem Aufsteiger aus Krefeld gehörigen Respekt hat und sich auf die offensive Abwehrdeckung der HSG einstellen wird. Vielleicht helfen dabei am Sonntag Zuschauerränge, die etwas besser gefüllt sind als eine Woche zuvor, so dass die Glockenspitzhalle für die Wölfe zu einer Festung wird.

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