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HSG Krefeld kämpft um Maik Schneider

Handball : HSG Krefeld kämpft um Maik Schneider

Ob der Linkshänder den Drittligisten nach dem letzten Saisonspiel am Samstag verlässt, ist noch offen. Im Play-off-Rückspiel beim VfL Eintracht Hagen wollen sich die Eagles für die schwache zweite Halbzeit im Hinspiel mit einer guten Leistung rehabilitieren.

Wenn es nicht noch eine ganz große Überraschung gibt, dann geht für den Handball-Drittligisten HSG Krefeld Niederrhein am Samstag nach dem Play-off-Rückspiel beim VfL Eintracht Hagen (19 Uhr/ live auf Sportdeutschland.tv) eine kurze aber insgesamt interessante und spannende Saison zu Ende. Nach der 21:35-Niederlage im Hinspiel glauben selbst die kühnsten Optimisten im Lager der „Eagles“ nicht mehr an den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Ab September soll ein neuer Anlauf gestartet werden. Dafür wurden bereits personelle Weichen gestellt (RP berichtete). Derzeit versucht der Sportliche Leiter Stefan Nippes, Maik Schneider zu überreden, seinen Abschied von der HSG aufzuschieben. Der Linkshänder aus dem rechten Rückraum soll mit seiner Erfahrung beim Aufbau der neuformierten Mannschaft helfen. Der fast 33-Jährige war in der Gruppenphase der erfolgreichste Werfer und ragte auch als Spielgestalter heraus. Gespräche wurden auch nochmal mit Carlos Marquis geführt, der aber an seinem Abschied festhalten will und für die kommende Saison bereits bei einem Zweitligisten aus dem Süden unterschrieben hat.

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Ehe in der kommenden Woche mit weiteren personellen Entscheidungen zu rechnen ist, will sich die HSG am Samstag in Hagen trotz des 14-Tore-Rückstandes mit einer guten Leistung verabschieden und sich vor allem für die schlechte Leistung in der zweiten Halbzeit des Hinspiels rehabilitieren. „Wir wollen uns gut präsentieren. Das wird aber schwer genug. Wir haben am vergangenen Wochenende gesehen, welch brutale Qualität Hagen hat. Vor allem ihr Rückraum war bärenstark. Wir haben da 22 Tore kassiert und wollen das sicher anders gestalten“, gibt Pallach die Marschroute für die Defensive aus. Doch noch entscheidender wird es sein, auf der anderen Seite der Platte Lösungen zu finden. „Man muss einfach feststellen, dass wir gegen die bärenstarke 6-0-Abwehr Hagens im Endeffekt sehr, sehr limitiert waren. Ein Weg könnte hier sein, mit schnellen Gegenstößen und Tempo zum Erfolg zu kommen“, analysiert der Coach. Wichtig sei vor allem, in der ersten und zweiten Welle schnell und nach Möglichkeit erfolgreich den Abschluss zu suchen. Sich zumindest mit einem Achtungserfolg, am besten einem Sieg aus der Saison zu verabschieden, hat derzeit Priorität. „Es ist aller Voraussicht nach unser letztes Spiel in dieser Saison und da wollen wir uns gut präsentieren und bei unseren Fans und ganz Handballdeutschland einen anderen Eindruck hinterlassen“, erklärt Pallach. 

Neben Marijan Basic steht auch Oliver Milde wegen einer Fußverletzung nicht zur Verfügung. Dafür ist Mike Schulz wieder an Bord, der im Hinspiel auch vom Siebenmeterpunkt vermisst wurde. Ansonsten sind alle Mann an Bord.