HSG Krefeld ist der Favorit in der dritten Handball-Liga

Handball : HSG Krefeld ist der Favorit

Der neue Handball-Trainer Rogawska und der Kader sorgen für Aufbruchsstimmung.

Ein Sieg gegen den niederländischen Serienmeister, ein Unentschieden gegen einen ambitionierten Zweitligisten und dazu in der ersten Pokalrunde gegen einen weiteren Zweitligisten mit klaren Aufstiegsambitionen über 60 Minuten hervorragend mitgehalten, wenn auch knapp verloren: Die Vorbereitung der HSG Krefeld nebst Pokalauftritt macht viel Hoffnung für die anstehende Saison.

Wenn die runderneuerte Mannschaft des ebenfalls neuen Trainers Ronny Rogawska am Samstag um 19.15 Uhr beim Aufsteiger TuS Spenge zum Meisterschaftsauftakt antritt, dann ist sie der klare Favorit. Dies aber ist eine Rolle, an die sich die Spieler um Kapitän Marcel Görden schnell gewöhnen sollten, denn es wird über weite Strecken der Spielzeit meist so sein.

„Ich denke, vom Personal her müssen wir uns vor keinem Gegner in der Liga verstecken. Nominell sind ein bis zwei Teams, wie zum Beispiel der Leichlinger TV, auf Augenhöhe. Den klaren Favoriten wie in den vergangenen Jahren Ferndorf oder Hagen gibt es in dieser Saison meiner Einschätzung nach nicht“, sagt HSG-Geschäftsführer Thomas Wirtz.

Für die Fans der Krefelder bedeutet das, dass sie durchaus vom Zweitliga-Aufstieg träumen dürfen. Die Rahmenbedingungen sind am Glockenspitz jedenfalls vorhanden. Das Team ist in der großen Halle nach einer Saison endgültig angekommen. Neue Spieler mit hoher Qualität haben den Kader merklich verbreitert. „Wir können fast ohne Qualitätsverlust wechseln. Das ist für mich als Trainer sehr wichtig und hält die Jungs frisch“, sagte Rogawska schon nach den ersten Testspielen.

Der Caoch hat sich zudem in Rekordzeit Freunde bei den Eagles gemacht. Die Spieler sind von seiner klaren, aber stets freundlichen und humorvollen Art ebenso begeistert wie Verantwortliche und Personen rund um den Verein. Dabei aber ist der aus Korschenbroich gekommene Däne keineswegs nur ein „Gute-Laune-Onkel“, sondern bringt auch viel Fachkenntnis mit. Die Handschrift des Übungsleiters ist bereits jetzt gut zu sehen. Schnelle Kombinationen und vor allem eine sehr stabile Deckung zeichnen das Team aus.

Auch einige Neuverpflichtungen deuteten bereits große Fähigkeiten an. So zum Beispiel Kevin-Christopher, genannt „KC“, Büren oder der junge Este Karl Roosna auf der Außenposition. Und noch ein weiterer Spieler beeindruckt: Torwart Paul Keutmann. „Wir haben ihn eigentlich nur als dritten Torwart für Notfälle verpflichtet. Aber er macht den beiden anderen richtig Druck“, zeigt sich der Trainer begeistert von dem aus der vierten Liga aus Königshof gekommenen 23-Jährigen. Die Fans in Krefeld dürfen jedenfalls mit viel Vorfreude dem neuen Spieljahr entgegen blicken.

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