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HSG Krefeld ist bereit für das erste „Endspiel“

3. Handball-Bundesliga : HSG Krefeld ist bereit für das erste „Endspiel“

Am Samstag um 19.30 Uhr sind die Eagles vom Niederrhein zum Topspiel der 3. Handball-Bundesliga beim punktgleichen TuS Opladen zu Gast. Trainer Maik Pallach hat voraussichtlich alle Spieler an Bord.

Hochspannung ist am Samstag ab 19.30 Uhr in der Opladener Bielerthalle garantiert. Denn dort treffen mit Gastgeber TuS Opladen und die HSG Krefeld Niederrhein die beiden punktgleichen Tabellenführer der 3. Handball-Bundesliga (Staffel D) aufeinander. Es ist in der engen Arena, in der wegen der Corona-Pandemie nur 290 von sonst 350 Plätzen besetzt werden können, ein Hexenkessel zu erwarten. Der TuS befindet sich derzeit in einem Höhenflug und will auch den Eagles die Flügel stutzen. Im Dreikampf um die beiden ersten Plätze zur  Aufstiegsrunde  mischen auch noch die Dragons aus Schalksmühe mit, die ein schweres Heimspiel gegen Longerich vor der Brust haben. In zwei Wochen sind die Dragons dann in Krefeld zu Gast.

Für die HSG galt es in dieser Woche, die schwache Vorstellung vor der Pause im Heimspiel gegen Baunatal aufzuarbeiten. „So eine Leistung dürfen wir nicht noch einmal aufs Parkett legen. Wir haben uns daher mehr mit uns als mit dem Gegner beschäftigt. Wir müssen von Anfang an hellwach sein“, sagte Maik Pallach am Freitag im RP-Gespräch. Für den Trainer kommt dieses erste „Endspiel“ eigentlich wie gerufen: „Es kommt vom ersten Moment auf die Emotionalität an, die der TuS auf die Platte bringt. Da müssen wir sofort wach sein. Da haben wir die ganze Woche dran gearbeitet sowie sehr fokussiert und konzentriert trainiert.“ Um sich ein wenig an die enge Halle des Gegners zu gewöhnen, ließ Pallach in der Glockenspitzhalle in der Mitte die Wand herunter und absolvierte die Übungseinheiten in einer Hälfte.

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Wie schon im Hinspiel, das die HSG dank einer Leistungssteigerung nach der Pause mit 30:24 (15:13) gewann, gilt die Aufmerksamkeit beim TuS besonders dem linken Rückraum. Dort erzielte TuS-Topscorer Maurice Meurer, der gerade seinen Vertrag verlängert hat, schon 70 Saisontreffer. Der Einsatz des 23-Jährigen ist aber wegen einer Leistenzerrung noch fraglich. Aber auch sonst darf für Pallach der TuS nicht unterschätzt werden: „Auch  Yannik Nitzschmann, Oliver Dasburg oder Marius Anger sind torgefährlich.“ Wie schon im Hinspiel trifft Lars Jagieniak auf seinen Bruder Jan.

Für Pallach ist letztendlich spannend zu sehen, welche Reaktion sein Team auf die schwache erste Halbzeit gegen Baunatal zeigt: „Wir sind bereit. Ich freue mich richtig auf das Spiel. Meine Spieler haben gemerkt, dass es mit 80 Prozent im Vorbeigehen nicht funktioniert. Unser Faustpfand ist unsere Breite im Kader.“ Druck spüre ich nicht: „Ich finde, Druck beflügelt immer. Druck haben alle, auch der TuS, die jetzt daran glauben, die Aufstiegsrunde zu erreichen. Wenn ich ehrlich bin muss ich sagen, dass ich mich nicht mit einer Niederlage beschäftige, sondern respektvoll mit dem Gegner und wie wir dieses Spiel für uns entscheiden können.“ Personell kann der Trainer aus dem Vollen schöpfen, weil Nick Braun von seinen Spielen mit der belgischen Nationalmannschaft zurück ist. Nur noch positive Corona-Fälle könnten den Kader kurzfristig reduzieren.

Beim TuS herrscht nach der bisher so gut verlaufenen Saison Zuversicht, das Duell für sich entscheiden zu können. „Niemand von uns hätte damit gerechnet, dass wir fünf Spieltage vor Schluss im Spitzenspiel antreten würden. Aber von uns hat auch niemand das Gefühl, wir hätten nichts zu verlieren. In einem Heimspiel haben wir immer den Anspruch, zu gewinnen. Ich bin überzeugt, dass wir Krefeld unter Druck setzen können“, sagt Trainer Voigt.