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HSG Krefeld gibt Punkt ab, Lars Jagieniak verlängert

3. Handball-Bundesliga : HSG gibt Punkt ab, Jagieniak verlängert

Im ersten Heimspiel des Jahres musste sich der Handball-Drittligist gegen Baunatal nach einer schwachen ersten Halbzeit mit einem 33:33 (16:20) begnügen. Damit spitzt sich der Kampf um die beiden Plätze zur Aufstiegsrunde zu.

Mit einem starken Endspurt gewann die HSG Krefeld Niederrhein in dieser Saison schon einige Spiele. Am Samstag reichte das im ersten Heimspiel des Jahres gegen Eintracht Baunatal nur zu einem 33:33 (16:20)-Unentschieden. Grund war die bisher schwächste erste Halbzeit der Eagles, die froh sein konnten, dass die Gäste zur Pause nicht uneinholbar führten. Obwohl im Vorverkauf über 500 Tickets abgesetzt wurden, füllten nur rund 250 Zuschauer die Tribüne der Glockenspitzhalle.

Durch den Punktverlust und dem gleichzeitigen Sieg des jetzt punktgleichen TuS Opladen ist in der Drittliga-Staffel D der Kampf um die ersten beiden Plätze sehr spannend geworden. Am Samstag ist die HSG als Tabellenführer beim Zweiten TuS Opladen zu Gast. In zwei Wochen steht das Heimspiel gegen den Tabellendritten Schalksmühle auf dem Programm. Danach könnte eine Vorentscheidung gefallen sein.

Gejubelt wurde am Samstag schon vor dem Anwurf. Denn der Vertrag mit Lars Jagieniak wurde bis 2024 verlängert. „Lars hat bei uns eine sehr gute Entwicklung genommen. Er ist vorne am Kreis und hinten in der Abwehr ein zentraler Spieler. Wir freuen uns sehr, dass wir mit ihm gemeinsam an unserer Zukunft arbeiten können und wollen ihn auf dem Platz sportlich und neben dem Platz als Führungsspieler weiterentwickeln. Trotz seiner jungen Jahre ist Lars bereits jetzt ein Spieler, der vorangeht und die nötige Leidenschaft mitbringt“, sagte der Sportliche Leiter Stefan Nippes.

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„Ich fühle mich in Krefeld sehr wohl, da die Mannschaft sehr gut zusammenpasst. Ich denke, wir können als Team viel erreichen. Auch die Vereinsstrukturen werden immer besser. Auf allen Ebenen ist das Potenzial vorhanden, viel zu erreichen“, sagte der 24-Jährige, der einer der besten Kreisläufer der Liga ist und jetzt nach 13 Begegnungen 48 Treffer erzielte.

Vom Potenzial der Mannschaft war in den ersten 30 Minuten ganz wenig zu sehen. „Wir haben eine katastrophale erste Halbzeit mit vielen technischen Fehlern gespielt, die Baunatal sehr gut bestraft hat“, musste Trainer Maik Pallach hinterher zugeben. Obwohl Torwart Sven Bartmann von seinen Vorderleuten wegen mangelnder Aggressivität sträflich alleine gelassen wurde, konnte er sein Team mit einigen Paraden einigermaßen im Spiel halten. In der 29. Minute lagen die Eagles aber plötzlich mit sechs Treffern zurück.

„Wir haben uns in der Pause gesagt, dass wir weiter nicht so verteidigen können. Das hat man dann auch direkt gemerkt. Da haben wir mit sehr viel Lust und Ehrgeiz gespielt“, sagte Pallach. Das spiegelte sich dann auch im Spielstand wider. Mit vier Treffern in Folge innerhalb von knapp zwei Minuten endete die Aufholjagd mit dem 23:23-Zwischenstand (39.). Dazu trug auch Lasse Hasenforther, der jetzt im HSG-Tor stand, mit einigen Paraden bei.

Durch die ersten beiden Treffer von Neuzugang Alexander Kübler gingen die Gastgeber mit 28:26 in Führung. Jetzt rechneten die HSG-Fans wieder mit einem erfolgreichen Endspurt ihres Teams. „Da hätten wir den Sack im Zuge einer Spitzenmannschaft zumachen müssen. Baunatal hat sich den Punkt dann aber verdient. Es hat sich mal wieder gezeigt, dass jede Mannschaft gegen die HSG besonders motiviert ist. Daher müssen wir im Training nochmal eine Schippe drauflegen, damit wir die beiden nächsten schweren Aufgaben in Opladen und gegen Schalksmühle für uns entscheiden“, sagte Pallach.