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HSG Krefeld: Gastspieler Grefer bester Werfer beim 28:26-Sieg

Handball : Gastspieler Grefer bester Werfer beim HSG-Sieg

Der Kreisläufer war erst kurz vor dem Auswärtsspiel der Eagles am Sonntag bei Tusem Essen II verpflichtet worden, um die beiden Ausfälle von Lars Jagieniak und Antonio Juric zu kompensieren.

(hgs) Manchmal schreibt der Sport wunderschöne Geschichten, so wie am Sonntag die HSG Krefeld Niederrhein beim Auswärtsspiel gegen Tusem Essen II. Erst am Freitag war mit Alexander Grefer ein neuer Kreisläufer nur für dieses Spiel lizenziert worden, weil Lars Jagieniak (Corona) und Antonio Juric (verletzt) zwei Spieler für diese Position fehlten. Der große und kräftige Grefer, der zuletzt in der Oberliga für den OSC Rheinhausen spielte und schon Zweitligaluft schnupperte, war beim 28:26 (15:11)-Erfolg mit fünf Treffern bester Werfer der Eagles. Herausragend war erneut die Leistung von Torwart Sven Bartmann, dessen Paraden mit ausschlaggebend für den Arbeitssieg waren. „Wir sind sehr froh, dass Alex Grefer ausgeholfen hat und wir so unser gewohntes Spiel über den Kreis umsetzen konnten. Er hat seine Sache sehr gut gemacht“, sagte Trainer Maik Pallach hinterher.

Trotz der durch die Coronafälle von Lars Jagieniak und Mike Schneider belasteten Umstände zeigten die Eagles von Beginn an, dass sie den Rückrundenstart der 3. Handball-Bundesliga Staffel D mit einem Sieg feiern wollten. Sie lagen von Beginn an nie in Rückstand und ließen vor der Pause nur dreimal und in der zweiten Halbzeit zweimal zum 17:17 (42.) und 20:20 (48.) einen Ausgleich zu. Essens Torwart verhinderte mit einer starken Leistung, dass die Krefelder nicht früh entscheidend davonziehen konnten.  Kurz nach der Pause kassierte „KC“ Brüren die Rote Karte. Allerdings war sein Gegenspieler ihm auf den Fuß getreten und dabei selber zu Boden gestürzt. Aber auch ohne ihn brachte die Mannschaft den knappen Sieg ins Ziel. „Ich bin wahnsinnig stolz auf mein Team, wie es die ganze Woche weggesteckt hat. Wie die Mannschaft mit einer komischen Situation das Spiel für sich entschieden hat, war einfach stark. Auch wenn es sicher spielerisch nicht unsere beste Leistung war, war es ein Sieg der Moral und des Willens. Jetzt können wir uns auf das Spiel gegen Longerich freuen“, sagte der Trainer. Die Partie am Sonntag (16 Uhr) ist ein echtes Topspiel. Longerich startete schlecht in die Saison, legte aber in den vergangenen Wochen eine Siegesserie hin.

HSG: Hasenforther, Bartmann – Krings (4), Schnalle, Noll (3/1), Hahn (2), Grefer (5), Molz (2), Schulz (3), Braun, Brüren (4), Obranovic (1), Mircic (3).