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HSG Krefeld fiebert Topspiel entgegen

Handball : HSG fiebert Topspiel entgegen

Die Eagles empfangen den punktgleichen zweiten Leichlingen. Die Verantwortlichen erwarten eine tolle Kulisse.

Ein absolutes Kontrastprogramm steht für die HSG Krefeld auf dem Programm. Zwar sind der vorherige Gegner aus Minden und der kommende aus Leichlingen beides Spitzenteams in der dritten Liga, doch von der Atmosphäre dürften zwischen beiden Spielen Welten liegen. War es in Minden einmal mehr eine Partie mit nur wenigen Besuchern und entsprechend ruhiger Atmosphäre, steht am Sonntag (16 Uhr) in der Glockenspitzhalle eine durchaus stimmungsvolle und bisweilen möglicherweise hitzige Atmosphäre zu erwarten. Zumal auch durchaus der ein oder andere Gästefan die knapp 60 Kilometer lange Anfahrt auf sich nehmen dürfte.

Die Kartennachfrage lässt jedenfalls eine sehr gute Kulisse erwarten. „Bisher haben wir gut 500 Tickets abgesetzt. Wir hoffen auf eine Zahl über 1000 Zuschauer. Es könnte auch ein neuer Saisonrekord werden“, sagt Pressesprecher André Schicks und verweist auf den Vorverkauf. Für die Spieler ist das naturgemäß sehr viel schöner, als die Bedingungen in der Vorwoche. Zu einem stimmungsvollen Spiel dürfte auch die Spielweise der Gäste beitragen. „Leichlingen ist eine erfahrene Mannschaft, die traditionell sehr gut in der Offensive agiert. Entsprechend wichtig wird für uns sein, unsere Abwehr in gewohnter Form auf die Platte zu bringen“, sagt Eagles-Trainer Ronny Rogawska.

Und so könnte es vor allem auf diesen Punkt ankommen, denn der beste Sturm trifft auf die beste Abwehr der Liga. Zum X-Faktor könnte folglich der Eagles-Angriff werden. Der ist aktuell der drittbeste der Liga, nur zwei Treffer hinter Minden, während Leichlingens Defensive sich nur auf einem geteilten fünften Platz wieder findet.

Ein besonderes Spiel dürfte es dabei vor allem für zwei Spieler auf dem Platz werden: Maik Schneider wechselte unmittelbar vor der Saison von Krefeld nach Leichlingen und ist dort zwischenzeitlich drittbester Torjäger. Zuvor war der Blondschopf jahrelang einer der absoluten Leistungsträger in Krefeld gewesen, ehe ihn im Vorjahr mehrere Verletzungen zurückwarfen und er seinen Platz im Team schließlich vor allem an Neuzugang Kevin-Christopher Brüren verlor.

Den umgekehrten Weg ging David Hansen. Der Rückraumspieler mauserte sich heimlich still und leise zum Leistungsträger im Schwarz-Gelben Gefüge. „David macht einen super Job und spielt eigentlich immer gut und macht seine Tore, ohne groß aufzufallen“, sagt Rogawska. Entsprechend dürften die meisten Beobachter überrascht sein, dass der Rechtshänder drittbester Werfer der Eagles hinter Brüren und Max Zimmermann, aber vor Tim Gentges oder Marcel Goerden ist. Seine Tore werden gegen seine ehemaligen Mannschaftskameraden auch benötigt, will die HSG auch nach dem Wochenende weiter von der Tabellenspitze grüßen.