HSG Krefeld: Felix Jaeger kehrt in die Heimat zum VfL Gummersbach zurück

Handball-Zweitligist HSG Krefeld : Felix Jaeger kehrt in die Heimat zurück

Der Rückraumspieler des Handball-Zweitligisten HSG Krefeld stammt aus dem Nachwuchs des VfL Gummersbach und wird dort viele Freunde treffen.

Im Sport gibt es immer wieder Spiele, die gerade bei kleineren Vereinen einen Höhepunkt in der Saison bilden. Gegen klangvolle Namen wie Bayern München im Fußball antreten zu dürfen lässt nicht nur die Herzen der eigenen Akteure, sondern auch die der Fans höher schlagen. Einen dieser Höhepunkte hatte Handball-Drittligist HSG Krefeld schon mit dem Pokalspiel gegen die Füchse Berlin. Am Samstag um 18.30 Uhr folgt der Nächste gegen den VfL Gummersbach. Der zwölffache Deutsche Meister, der auch 13 international Titel sammelte, ist erstmals aus der Bundesliga abgestiegen und galt im Vorfeld der neuen Saison zu den Mitfavoriten im Aufstiegskampf. Auch wenn der bisherige Saisonverlauf des VfL nicht so gelaufen ist wie gewünscht, ist Gummersbach gegen Krefeld mit Sicherheit der Favorit in der Begegnung.

Das weiß auch HSG-Rechtsaußen Mike Schulz, der zwar großen Respekt, aber keine Angst vor dem kommenden Gegner hat. „Generell gilt das aber für jede Mannschaft gegen die wir spielen“, sagt Schulz, der nach dem ersten Saisonsieg gegen Dormagen sehr erleichtert war. „Die Stimmung war danach natürlich besser als nach den Niederlagen zuvor“, fügt Schulz hinzu. Der 28-Jährige trägt auch inzwischen mehr Verantwortung. Wenn zum Beispiel Torjäger Kevin-Christopher Brüren sich beim Siebenmeter unsicher fühlt, dann wird der Ball an Schulz weitergereicht. Doch es gibt noch einen anderen Grund weswegen Schulz sich freut: “Meine Stärke liegt in der Schnelligkeit und gegen Dormagen  hat es endlich mal gut mit Tempogegenstößen geklappt“, sagt Schulz, der auch gegen Gummersbach daran anzuknüpfen hofft.

Für seinen Mannschaftskollegen Felix Jaeger ist es dagegen eine Rückkehr in die alte Heimat. Immerhin wurde er in der Handballakademie des VfL Gummersbach ausgebildet. „Neben meiner Familie haben sich auch viele meiner Freunde zum Spiel angekündigt“, sagt Jaeger, für den es nicht das erste Spiel gegen seinen Heimatverein ist. „Als ich noch in Leutershausen gespielt habe gab es gegen Gummersbach mal ein Pokalspiel“, erinnert er sich. Dort setzte es eine Niederlage, und zu der will es Jaeger am Samstag nicht kommen lassen. Dafür stellt er sich auch wieder ganz im Dienst der Mannschaft, indem er vermehrt defensivere Aufgaben übernimmt. „Das hat bisher gut geklappt, die Abwehr ist ja ein wichtiger Baustein“, sagt er mit dem Hinweis, dass der Gastgeber über einen sehr starken Rückraum verfügt. Dass Gummersbach auch über eine  starke Abwehr verfügt ist ihm ebenfalls nicht entgangen. „Wir müssen als Team den puren Willen zeigen, dass wir gewinnen wollen. Nur so haben wir eine Chance“, gibt Jaegers die Kampfparole aus.

Eigens für das Auswärtsspiel in Gummersbach hat der Fanclub Flying Eagles einen Fanbus eingesetzt,  der bis zum letzten Platz voll ist. Zusätzlich werden auch viele HSG-Anhänger mit dem PKW den Weg ins Bergische antreten.