Lokalsport: HSG Krefeld fehlt das Selbstvertrauen

Lokalsport : HSG Krefeld fehlt das Selbstvertrauen

Handball: Vor der Partie gegen die SG Schalksmühle-Halver nagen an den Krefelder Spielern die Selbstzweifel. Da es aber keine eprsonellen Alternativen mehr gibt, muss das Team aus eigener Kraft die Karre aus dem Dreck ziehen.

Die Partie bei der SG Schalksmühle-Halver am kommenden Samstag um 19.30 Uhr stellt für die HSG Krefeld in der aktuellen Situation eine große Hürde dar. Nach den Niederlagen der Vergangenheit fehlt das Selbstvertrauen. Die Situation bei der HSG ist verfahren. Das Team hat - trotz aller Ausfälle - durchaus Qualität. Das zeigte es nicht nur im vergangenen Jahr, als die Mannschaft von Olaf Mast lange an den Aufstiegsplätzen schnupperte, sondern auch zu Beginn der laufenden Saison.

Doch von den Zeiten, da die Mannschaft ihr Saisonauftaktspiel gegen den TuS Volmetal souverän mit fünf Toren Differenz gewann, sind die Jungs aktuell meilenweit entfernt. Der Rückrundenstart beim gleichen Gegner ging mit einer klaren Niederlage deutlich daneben, und auch das folgende Heimspiel gegen Schlusslicht SG Langenfeld geriet nicht zum erhofften Umschwung, sondern zum neuen Tiefpunkt.

Was fehlt, ist derzeit einfach das Selbstvertrauen und auch das Selbstverständnis in den Auftritten. Nach den ersten Niederlagen im November fand die Mannschaft nie wieder zur alten Souveränität zurück. Immer wieder zeigte sie gute Auftritte, brachte sich aber mit Unkonzentriertheiten selbst um den Lohn der harten Arbeit.

Und das hat sich zwischenzeitlich in den Köpfen manifestiert. Der fehlende Glaube an die eigenen Fähigkeiten ist aktuell spürbar, und die bis Oktober stets vorhandene Überzeugung, jedes Spiel noch drehen und gewinnen zu können, ist zwischenzeitlich einer tief sitzenden Unsicherheit gewichen.

Entsprechend saßen unter der Woche die Verantwortlichen zusammen und diskutierten über die Situation. Der Tenor des Gesprächs war aber ebenso logisch wie wenig revolutionär: Es gibt derzeit keinen anderen Weg, als dem vorhandenen Personal zu vertrauen und die Spieler zu stärken.

Die beste Medizin dafür wären natürlich Siege. Und hierfür bietet der Samstag die nächste Gelegenheit. Doch anders als die HSG kommt Schalksmühle mit viel Selbstvertrauen daher, das sich das Team nicht zuletzt am vergangenen Wochenende mit einem klaren Sieg bei Topteam Leichlinger TV geholt hat. Entsprechend schwer ist die Aufgabe für die Krefelder.

Das sieht auch Trainer Olaf Mast so, der sagt: "Uns fehlt im Moment einfach das Selbstvertrauen, und Schalksmühle ist da mental in einer viel besseren Situation. Davon dürfen wir uns aber nicht irritieren lassen und müssen in kleinen Schritten voran gehen. Wir müssen die Automatismen wieder bekommen und uns über die ,Basics' ins Spiel arbeiten. Trotzdem wollen wir gewinnen."

Personell hat sich wenig verändert. Philipp Ruch fällt weiter aus. Dean Christmann ist letztmals dabei, ehe er fest zu TuSEM Essen in die zweite Liga geht. Mit gleichem Personal soll also unbedingt ein anderes Ergebnis, als in den jüngsten Spielen herausspringen.

(RP)
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