Handball: HSG Krefeld erobert Tabellenspitze zurück

Handball : HSG Krefeld erobert Tabellenspitze zurück

Handball: Nach dem 30:29-Erfolg in Neuss und Hagens Ausrutscher steht Krefeld wieder ganz oben.

Die HSG Krefeld hat wieder die Tabellenführung in der Weststaffel der Dritten Liga übernommen. Mit einem hart umkämpften und durchaus als glücklich zu bezeichnenden 30:29 (15:13) Auswärtserfolg beim Ortnachbarn Neusser HV, aber auch dank der ersten Saisonniederlage des bisherigen Spitzenreiters Hagen, der in Ferndorf verlor, gelang die Rückkehr an den Platz an der Sonne. Jetzt sieht Krefeld am kommenden Samstag ein echtes Spitzenspiel, wenn Tabellenführer HSG den aktuell Dritten und Aufstiegsfavoriten TuS Ferndorf empfängt.

Ob Betreuer oder Spieler, alle wussten, bei wem sie sich für diesen Sieg bedanken mussten. Torwart Malte Jäger - eigentlich nur die Nummer zwei im HSG-Tor - wurde nach dem Abpfiff der 60 Minuten von beinahe jedem aus dem Krefelder Lager gedrückt und geherzt. In der letzten Viertelstunde der Partie hatte der 29 Jahre alte Routinier beinahe alles gehalten, was auf sein Tor kam und so maßgeblichen Anteil am bereits dritten Auswärtssieg der Saison.

Dass es überhaupt so eng war, hatten die HSG-Akteure sich selbst zuzuschreiben. Insgesamt sieben Strafwürfe bekamen sie zugesprochen, gerade einmal zwei konnten sie zu Torerfolgen nutzen. Nach jedem Fehlwurf versuchte sich ein anderer, doch insgesamt nicht weniger als fünf scheiterten von der Siebenmetermarke. Und da der Neusser Torwart Mikkel Moldrup auch in zahlreichen Eins-zu-Eins-Situationen stark hielt, führte die HSG zu Halbzeit mit lediglich 15:13. Und drohte die Partie sogar zu verlieren. 23:19 für die Gastgeber hieß es in der 41. Minute.

"Auch wenn Philipp Ruch gut gehalten hat, ich musste etwas verändern und habe den Torwartwechsel zu Malte vollzogen", sagte HSG-Trainer Olaf Mast nach der Partie und freute sich über seinen gelungenen Schachzug.

Neben Jäger muss aber auch Mittelmann Tim Gentges erwähnt werden. Im Stile des "Aggressiv-Leaders", den mittlerweile wohl jede Mannschaft benötigt, rüttelte er seine Mannschaft immer wieder wach, spornte seine Mittelspieler an, diese fast schon verloren geglaubte Partie doch noch zu drehen. Und warf so ganz nebenbei noch neun Tore, womit er zum erfolgreichsten HSG-Werfer an diesem Abend avancierte. "Bei aller Freude über den Erfolg und die erneute Tabellenführung, über das, was wir falsch gemacht haben, wird unter der Woche zu reden sein", sagte Trainer Mast und verhinderte damit, dass seine Schützlinge die Bodenhaftung verlieren.

HSG: Ruch, Jäger - Loschinski, Fietze, Pletz 5, Plhak 1/1, Hombrink 5, Pannen 1, Schneider 4, Wittig, Gentges 9/1, Kuhfuss 2, Schmitz, Pagalies 3; Schiedsrichter: Marx / Pühler; Zuschauer: 300

(RP)
Mehr von RP ONLINE