3. Handball-Bundesliga Eagles fegen die Dragons aus der Halle

Krefeld · Handball-Drittligist HSG Krefeld Niederrhein feierte im Heimspiel gegen Schalksmühle vor 1294 Zuschauern einen souveränen 32:21 (17:12)-Erfolg. Linksaußen Pascal Noll war mit acht Treffern der Mann des Abends.

 Pascal Noll erzielt hier gegen Schalksmühle einen seiner acht Treffer.

Pascal Noll erzielt hier gegen Schalksmühle einen seiner acht Treffer.

Foto: Samla Fotoagentur/samla.de

Mit einer Galavorstellung verteidigte die HSG Krefeld Niederrhein in der Weststaffel der 3. Handball-Liga ihre Tabellenführung. Vor der neuen Saisonrekordkulisse (1294 Zuschauer) fegten die Eagles die Dragons aus Schalksmühle, Angstgegner der Vorsaison, aus der Glockenspitzhalle. Bester Werfer der Gastgeber war Linksaußen Pascal Noll mit acht Treffern, davon drei vom Punkt.

Trainer Mark Schmetz schickte seine Start-Sieben vom Sieg gegen LIT 1912 aufs Parkett. Es dauerte bis zur zehnten Minute, ehe Merten Krings sein Team zum ersten Mal in Führung (6:5) brachte. Der Kapitän kassierte danach eine Zweiminuten-Strafe, sodass die Gäste dran blieben. Nach 20 Minuten führte die HSG mit drei Toren, als Krings nach einem Sturz etwas benommen vom Feld musste. Nach der Pause kehrte der Kapitän aber wieder zurück. Bis dahin bauten seine Teamkollegen den Vorsprung auf fünf Treffer aus. Die Abwehr zwang die Dragons immer wieder zum Zeitspiel, sodass ihr letzter Wurf oft leichte Beute für Torwart Lasse Hasenforther war oder das Tor verfehlte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit versuchten es die Gäste bei Ballbesitz mit einem siebten Feldspieler. Doch die Eagles stellten sich darauf gut ein und nahmen dem Gegner schnell den Wind aus den Segeln. Die HSG zog Tor um Tor davon. Schalksmühle gab sich überraschend sehr früh auf. „Ich weiß auch nicht, warum wir da aufgehört haben, Handball zu spielen. Auch ein Fünftore-Rückstand kann man noch aufholen. Es tut mir leid. Ich hätte den Zuschauern ein spannenderes Spiel gewünscht“, sagte Dragons-Coach Maciej Dmytruszynski. Er sei sehr enttäuscht, wie sich sein Team insgesamt präsentiert habe: „Wir waren heute zu ängstlich. Ich weiß nicht warum. Wir hatten die beiden Spiele zuvor gewonnen und hier beim Tabellenführer nichts zu verlieren.“

Als sein Team in der 50. Minute mit 28:20 führte, gab Schmetz auch den Spielern noch Einsatzzeit, die bis dahin auf der Bank gesessen hatten. So kam auch Philip Dommermuth als Ex-Schalksmühler noch zu einem Treffer. Im Tor sorgte Sven Bartmann dafür, dass die Eagles mit zehn Toren davonzogen. Dabei hielt der Routinier einen Siebenmeter.

Trainer Schmetz bedankte sich nach Spielende bei den Zuschauern: „Die Stimmung war super. Das hat heute richtig Spaß gemacht.“ Zu der Brisanz, die aufgrund des nicht so geräuschlosen Wechsels des Trios Schmetz/Klasmann/Dommermuth von den Dragons zur HSG zu erwarten war, sagte er: „Da haben wir schon hitzigere Duelle als heute erlebt.“ Mit Leistung seines Teams war Schmetz sehr zufrieden: „Die Jungs waren sehr konzentriert. Wir waren gut auf Schalksmühle eingestellt und haben viele Treffer aus der zweiten Welle bei eins gegen eins erzielt. Wir haben insgesamt ein sehr gutes Spiel gemacht.“

Auch Pascal Noll, Spieler des Abends der Eagles, sagte: „Das war ein richtig gutes Spiel von uns vor einer tollen Kulisse. Vielen Dank für die tolle Unterstützung. Es ist aber nur ein Sieg. Es gibt keinen Grund abzuheben. Wir müssen weiter hart arbeiten.“

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