HSG Krefeld bangt um Max Zimmermann

Handball : HSG bangt um Zimmermann

Der Außenspieler erleidet nach nur 90 Sekunden eine Knieverletzung und erlebt die 16:24-Niederlage gegen den VfL Lübeck-Schwartau nicht mehr in der Halle mit. Am Dienstag gibt es die genaue Diagnose.

Den Auftakt in der Zweiten Handabll-Bundesliga hatte sich die HSG Krefeld anders vorgestellt. Denn im Heimspiel gegen den VfL Lübeck-Schwartau gab es für die HSG Krefeld nicht nur eine 16:24 (9:11)-Niederlage, sondern in Max Zimmermann verletzte sich auch ein Außenspieler nach 90 Sekunden. Beim ersten Angriff der Gastgeber blieb der 28-Jährige mit dem linken Fuß am Boden hängen, verdrehte sich dabei das Knie und musste gestützt von Betreuer Alwin op de Hipt das Feld verlassen.

Zimmermann blieb in der ersten Halbzeit noch in der Halle, wurde aber dann ins Krankenhaus gefahren. Eine genaue Diagnose stand sollen am Dienstag weitere Untersuchungen bringen. Sollte sich aber der Verdacht auf einen Kreuzbandriss bestätigen, so wäre Zimmermann neben Sebastian Schöneseiffen, Henrik Schiffmann und Frederick Stammer der vierte Verletzte im Team der Eagles. „Max bekommt frühestens Dienstag eine MRT-Untersuchung, dann sehen wir weiter“, sagte HSG-Geschäftsführer Andre Schicks in der Hoffnung, dass sich die schlimmste Befürchtung nicht bewahrheitet.

Trotz des Schocks zu Spielbeginn zeigten die Eagles den Gästen aus dem Norden vor der Pause, dass sie durchaus Handballspielen können. Vor allem mit der Abwehr war Trainer Stefan Arna Gunnarsson zufrieden, der mit dem vorgezogenen Jonas Vonnahme am 5:1-System festhielt. Im Angriff sah man dagegen vor allem dem erst in dieser Woche verpflichteten Neuzugang Felix Jaeger an, dass er nicht viel  Zeit hatte, um sich mit seinen neuen Mannschaftskameraden abzustimmen. Dennoch deutete er an, dass er nicht nur ein Ergänzungsspieler ist. „Nach sechs Trainingseinheiten hat man gemerkt, dass die Kommunikation und die Spielzüge noch nicht stimmen. Ich glaube aber, dass es in den nächsten Wochen immer besser wird. Wir haben aber auch gegen ein Schwergewicht in der Zweiten Liga gespielt, da werden Fehler eiskalt bestraft“, sagte Jaeger und bestätigte damit gleichzeitig nochmals die von den Verantwortlichen vor dem Saisonstart genannten Worte, dass die Mannschaft aufgrund der kurzen Vorbereitung noch nicht dort ist, wo sie sein sollte.

Nach dem Seitenwechsel  fand  Lübeck nach vorne hin die besseren Möglichkeiten, die Krefelder Abwehr zu überwinden, stellte die Verteidigung um und machte vor allem die Mitte dicht. Gerade dort hatte HSG-Spieler Brüren seine Würfe zunächst gut platziert. „Damit haben die uns in der zweiten Halbzeit den Zahn gezogen“, kommentierte Brüren der beste Krefelder Werfer die 60 Minuten. Dass er selber die Hälfte aller HSG-Toren geworfen hatte, war für ihn nicht so wichtig: „Ich glaube, um persönliche Sachen geht es bei uns erst einmal nicht. Wir müssen gucken, dass wir unsere mannschaftlichen Ziele erreichen – und das ist der Klassenverbleib und nicht, wer die meisten Tore wirft. Wir gewinnen und verlieren als Mannschaft.“

Das Krefelder Trainerteam muss nun die Fehler analysieren und den Spielern zeigen, wie eben solche verhindert werden, damit es kommenden Sonntag gegen die Wölfe aus Rimpar besser läuft.

HSG: Toth, Keutmann – Sario (1), Jaeger (3),Wöstmann (2), Cutura (1), Janus, Roosna, Vonnahme, Luciano, Gentges, Schulz, Hansen (1), Zimmermann, Ciupinski, Brüren (8/2)

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