Lokalsport: HSG hofft auf Schiffmann-Comeback

Lokalsport : HSG hofft auf Schiffmann-Comeback

Handball: Drittligist HSG Krefeld empfängt Samstag um 19 Uhr die HSG Bergische Panther am Glockenspitz. Personell schmerzt der Ausfall von Tim Gentges (Fingerbruch) sehr. Möglicherweise gibt Henrik Schiffmann sein Comeback.

Als im Dezember der langjährige Trainer Olaf Mast die HSG auf eigenen Wunsch verließ, da äußerte er zum Abschied den Wunsch, das Verletzungspech mitzunehmen. Immerhin konnte das Team wie schon im Vorjahr nie komplett antreten. Schon seit Saisonbeginn fehlt Hannes Hombrink, wenig später gesellte sich Neuzugang Michel Mantsch ins Krankenlager und es folgte eine illustere Reihe weiterer Teamkollegen. Das sollte nun ein Ende haben und tatsächlich schien leichte Entspannung in Sicht. Henrik Schiffmann und Maik Schneider trainieren wieder mit der Mannschaft und zumindest erster könnte am Samstag sein Comeback geben.

Doch kaum deutet sich Entspannung an, da zerschlägt sich der Wunsch und es gilt, in Tim Gentges den nächsten Ausfall zu verkraften. Der Rückraumspieler erlitt den Bruch des Mittelfingers an der Wurfhand nicht einmal im Spiel oder Training, sondern ganz abseits des Handballs. Für Trainer Dusko Bilanovic wiegt dieser Ausfall schwer. "Tim hat in den vergangenen Spielen viel Einsatzzeit gehabt und war ein wichtiger Spieler in meinen Überlegungen. Dass er jetzt fehlt, reißt eine weitere Lücke in unsere Mannschaft", sagt der Serbe. Der könnte in absehbarer Zeit sogar noch mit einem weitren Ausfall konfrontiert werden, denn Rechtsaußen Philipp Liesebach, bis zur Rückkehr von Schneider der letzte verbliebene Linkshänder im Team, ist ebenfalls angeschlagen. Seit Wochen plagen ihn Leistenprobleme und eine eingehende Untersuchung ergab nun einerseits einen leichten Leistenbruch, viel schwerwiegender aber: Auch er laboriert, wie Hanne Hombrink, an einer Schambeinentzündung. Diese ist aber noch im Anfangsstadium und aktuell kann Liesebach spielen. Eine Verschlimmerung könnte aber jederzeit passieren. "Wir lassen ihn im Moment nur dosiert trainieren und er wird medizinisch behandelt. Wir hoffen, so tritt bald weitere Besserung ein", sagt Bilanovic.

Bei all diesen Themen gerät der kommende Gegner fast etwas in Vergessenheit. Dabei ist die HSG Bergische Panther ein gefährlicher Gast. Das Team von Trainer Marcel Mutz spielt als Aufsteiger eine starke Saison und steht durchaus verdient auf Rang sieben. Speziell die Defensive ist nach Tabellenführer Ferndorf und den Eagles selbst mit 399 Gegentoren die drittbeste der Liga (HSG Krefeld: 392). Die Mannschaft ist körperlich sehr robust und vor allem der Rückraum weiß zu überzeugen.

Für die Krefelder wird es also darauf ankommen, die eigenen Qualitäten, die ebenfalls vor allem in der Deckung um die sehr guten Keeper Philipp Ruch und Stefan Nippes liegen, umzusetzen. "Wir wollen unsere Serie ausbauen und in heimischer Halle ungeschlagen bleiben. Das wird gegen die Bergischen Panther nicht leicht, aber mit unserer Qualität ist es machbar", gibt der Trainer die Richtung vor.

(RP)
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