Holloway-Show bei Meisterparty der Krefeld Ravens

American Football : Holloway-Show bei Meisterparty der Krefeld Ravens

Mit vier Touchdowns ragte der Runningback vor 1.200 Zuschauern aus einem wie aus einem Guss spielenden bereits feststehenden Meisterteam heraus.

Rund 1.200 Zuschauer an der Bezirkssportanlage am Sprödentalplatz, Sonnenscheim bei bestem Spätsommerwetter, zwei Meisterschaften binnen weniger Stunden und eine Show, die ihres Gleichen sucht: Die große Meistersause der Krefeld Ravens ist mehr als geglückt. Die Verantwortlichen des Football-Sechstligisten denken seit je her groß. Das zeigte sich nie so sehr, wie am Samstag, als 15 Partner mit verschiedenen Showelementen und Familienangeboten für Unterhaltung sorgten, die zukünftige Heimat der Ravens in eine große Partymeile verwandelt wurde und die Teams von U-19 und Seniors ihre Gegner ohne Gegenpunkt vom Platz fegten. Sogar ein „Flyover“ mit drei Cessna-Flugzeugen war geplant, wurde dann aber von der Stadt doch nicht genehmigt, wie Spieltagmanager Christoph Wittfeld im vereinseigenen Internet-Stream verriet.

Für die ganz große Show sorgte im Team des Sechstligisten, der den Aufstieg in die Fünftklassigkeit bereits vor dem Spiel sicher hatte, Runningback Glenn Holloway. Der Ballträger, der auch zu Krefelds Sportler des Jahres 2018 nominiert war, feierte beim 62:0 seines Teams gegen in jeder Hinsicht vollkommen überforderte Troisdorf Jets - für viele Beobachter das neben den Ravens beste Team der Liga - den „Al Bundy“, also vier Touchdowns in einem Spiel. Eben genau wie die von Ed O’Neil gespielte Figur in „Eine schrecklich nette Familie“. Aber auch die Defensive trug mit gleich drei Touchdowns bei Ballgewinnen zum Erfolg bei.

Da zuvor auch der Nachwuchs mit einem ungefährdeten 14:0 gegen die Cologne Crocodiles den Titel gefeiert hatte, war der Rest nur noch Jubel. Bemerkenswert war dabei auch die Tatsache, dass nicht nur die Teams mit Medaillen und Meister-Shirts geehrt wurden, sondern auch jeder, der im Hintergrund arbeitet, auf diese Art bedacht wurde. Ob Cheerleader, Teambetreuer, Media-Team oder Wasserträger. Die Ravens zeigen sich als große Einheit und das macht nicht zuletzt den großen Erfolg des noch immer ungeschlagenen Teams aus, das erst vor rund zweieinhalb Jahren gegründet wurde.

Nach der großen Meistersause auf dem Platz ließen Team und Fans den Tag auf der anderen Straßenseite, in der Kantine am Großmarkt, mit reichlich Getränken und Feierstimmung ausklingen. Der Meister-Spieltag der Ravens hätte kaum besser gelingen können und wohl jeder der Zuschauer ging restlos zufrieden nach Hause. Mancher mag die Regeln des Spiels noch nicht ganz verstehen, auch wenn Stadionsprecher Tobias Stralluman stets mit Erklärungen zur Stelle war. Den Erfolg des Teams und Holloways im Besonderen verstand aber wohl Jeder.

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