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Hockey: Zweitligist Crefelder HTC vor dem Wiederaufstieg in die Bundesliga

Hockey : CHTC will am Sonntag den Wiederaufstieg feiern

Mit zwei Siegen am Samstag in Düsseldorf und am Sonntag in Mönchengladbach können die Krefelder die vorzeitige Rückkehr in die Bundesliga perfekt machen. Die Damen treten an beiden Tagen in Hamburg an.

Der Mai ist der Wonnemonat – der Frühling sorgt für warme Temperaturen, alles wächst und sprießt. Und Sportlerinnen und Sportler feiern i dem Monat besonders viel und kräftig, denn hier fallen meist die Entscheidungen in puncto Meisterschaft und Klassenerhalt. Auch der Crefelder HTC wird im Mai kräftig feiern – möglicherweise bereits an diesem Wochenende. Denn in gleich zwei Auswärtspartien gegen direkte Nachbarn können die Hockeyspieler des Crefelder HTC den direkten Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga perfekt machen. Mit zwei Siegen beim DSD Düsseldorf (Samstag, 15 Uhr) und beim Verfolger Gladbacher HTC (Sonntag, 11 Uhr) wäre ihnen auch rechnerisch die Rückkehr in die höchste deutsche Spielklasse nicht mehr zu nehmen.

Zwar haben die Krefelder bei noch fünf ausstehenden Partien nur neun Punkte Vorsprung, doch da sie im direkten Vergleich auf die Zweitplatzierten Gladbacher treffen, reichen ihnen die idealerweise sechs weiteren Punkte. Aber auch bei anderen Ergebnissen ist ihnen, auch aufgrund des überragenden Torverhältnisses von 67:15 Treffern, der erste Tabellenplatz nur noch in der Theorie zu nehmen.

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Dabei wird vor allem die Begegnung in Mönchengladbach intensiv werden, da beide Vereine sich gut kennen und zahlreiche Zuschauer erwartet werden. Zudem spielen mit Elias Trueson beim GHTC, der aber wohl verletzungsbedingt ausfallen wird, als auch Krefelds Phillip Jansen auf beiden Seite Spieler, die auch das jeweils andere Trikot vor nicht allzu langer Zeit getragen haben. Phillip Jansen steht, ebenso wie Linus Michler, Elias Friedrich und Luis Holste wieder zur Verfügung und verstärkt den Kader von Coach Ronan Gormley. In den Hinspielen war der Ex-Gladbacher, der mit sechs Saisontoren viertbester CHTC-Scorer ist, glänzend aufgelegt und mit entscheidenden Treffern gegen beide Mannschaften der Mann des Spieltags. Sowohl gegen den DSD (2:1) als auch gegen den GHTC, gegen den die Krefelder früh führten und schlussendlich mit 4:3 gewannen, bewies der Spitzenreiter seine Qualität.

Motivationsprobleme werden die Krefelder auf jeden Fall keine haben, betont Trainer Ronan Gormley, der aber auch vor den starken Gegnern warnt. „Die Möglichkeit auf den vorzeitigen Aufstieg gibt natürlich noch einmal eine extra Portion Motivation“, sagt der Coach. „Der DSD Düsseldorf spielt gutes, strukturiertes Hockey und hat viele junge Talente in seinen Reihen. Und der Gladbacher HTC hat blitzschnelle Konterspezialisten im Team, wie Mustapha Cassiem. Wir müssen unseren Stärken zeigen und in beiden Spielen Top-Leistungen abrufen, um zu gewinnen. Aber wir sind im Moment gut drauf, das haben wir auch am vergangenen Samstag mit dem 6:1-Erfolg gegen Hannover untermauert. Und auch die Stimmung und der Team-Spirit sind gut. Dass wir uns wir uns auf die beiden Spiele am Wochenende freuen, braucht man wohl nicht besonders zu betonen.“

Düsseldorf belegt aktuell Rang fünf und besitzt vor allem in der Offensive deutlich weniger Durchschlagskraft als der CHTC und auch die Gladbacher. Beim GHTC verdankt man mehr als die Hälfte der Tore dem südafrikanischen Brüderpaar Abdud „Dayaan“ (24 Tore) und Mustaphaa Cassiem (11 Tore).

Auch für die Damen des CHTC stehen zwei Auswärtsspiele an: am Samstag beim Klipper THC Hamburg, am Sonntag nur wenige Kilometer entfernt beim Hamburger Polo Club.

Das Hinspiel gegen Klipper wurde aufgrund eines positiven Corona-Tests verlegt und das Heimrecht getauscht, so dass die Partie nicht wie geplant in Krefeld, sondern in Hamburg stattfindet. Die viertplatzierten Hanseatinnen stehen einen Platz und sechs Punkt hinter den Krefelderinnen, so dass ein Duell auf Augenhöhe zu erwarten ist. Treffsicherste Spielerin von Klipper ist Eileen Mävers, die bereits zehn Tore erzielt hat.

Der Polo Club ist als Tabellensiebter in der zweiten Hälfte des Ligatableaus zu finden, schwebt jedoch nicht in Abstiegsgefahr. Beide Hinspiele endeten 1:1.

„Klipper ist aktuell im Aufwind. Da müssen wir schon wie im Hinspiel unser bestes Hockey auf den Platz bringen“, fordert Trainer André Schiefer. „Und auch das Team des Polo Clubs ist nicht zu unterschätzen. Ich glaube aber, dass wir reelle Chancen haben, zu punkten. Wenn wir so spielen wie im Hinspiel im Oktober, wird es eine heiße Partie. Meine Mannschaft kann gottseidank frei aufspielen. Denn ob am Ende Platz zwei oder drei herausspringt, ist nicht entscheidend. Wir werden auf jeden Fall zufrieden sein und wer sich ein Spiel von uns anschaut, der merkt, wie viel Spaß die Spielerinnen haben.“

Verzichten muss der CHTC auf die erfahrene Stammtorhüterin Sonja Thüner, die längerfristig ausfällt und durch die junge Jana Gillessen souverän vertreten wird.