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Hockey-Nationalteam der Damen trainiert beim Crefelder HTC

Lehrgang im Landesstützpunkt : Das Hockey-Nationalteam der Damen trainiert beim Crefelder HTC

Wegen Corona wird nur am Bundes-oder Landesstützpunkt trainiert. Daher wurde der Lehrgang von Moers nach Krefeld verlegt, wo die Bedingungen optimal sind. Zwei Spielerinnen aus der Jugend des CHTC sind dabei.

Corona hält die Welt in Atem und auch auf der Anlage des CHTC ist die normal übliche Betriebsamkeit einer unfreiwilligen Beschaulichkeit gewichen – eigentlich. Denn in dieser Woche hallen Kommandos über die Plätze und das charakteristische Knallen der harten Bälle, die auf die hölzernen Hockeyschläger treffen, ist zu vernehmen. Doch hier trainiert nicht der CHTC, alle Spielerinnen auf dem blauen Tokio-Kunstrasen tragen den Bundesadler auf der Brust. Es handelt sich bei ihnen um die „Danas“, die weibliche Nationalmannschaft im Feldhockey.

„Eigentlich sollten wir einen Lehrgang in Moers haben. Aber die Anlage ist wegen Corona gesperrt, weil sie kein Landes- oder Bundesstützpunkt ist. Darum haben wir eine Ausweichfläche gesucht. Wir haben hier super Bedingungen, sind sehr exklusiv hier und haben keinen Kontakt mit Fremden, was aufgrund unseres Hyginekonzepts sehr wichtig ist. Eigentlich solle es unsere Vorbereitung auf die Hockey-Pro-League Spiele sein, die ab Donnerstag in England stattfinden sollten. Da diese nun ausfallen ist es einfach eine Trainingsmaßnahme. Wir sind dem Verein sehr dankbar, dass es trotz der Kurzfristigkeit der Anfrage möglich ist“, sagt Fabian Schuler, der Teammanager, der alles organisierte.

Für zwei Spielerinnen ist es eine ganz besondere Sache: Selin Oruz und Lisa Nolte. „Wir dürfen hier die tollen Bedingungen nutzen und trainieren. Für mich ist das natürlich noch einmal extra-besonders, weil der CHTC mein Heimatverein ist“, sagt die gebürtige Krefelderin Oruz. Die 23-Jährige aber verließ die Grün-Roten bereits 2014. Wesentlich näher ist die CHTC-Vergangenheit für Jung-Nationalspielerin Nolte, die 2018 aus der Krefelder Jugend nach Düsseldorf wechselte. „Ich finde es den Hammer, dass wir hier in Krefeld, in meinem zu Hause, mit dem A-Kader trainieren dürfen. Ich kenne hier alles und fühle mich super wohl. Wir trainieren hier für die nächsten Pro-League-Spiele und für Olympia im nächsten Jahr. Die Voraussetzungen, was der CHTC uns bietet, sind großartig. Wir haben hier optimale Bedingungen“, sagt die 19-Jährige.

Auf Seiten des Vereins freut sich Hans-Werner Sartory über das Lob. „Für uns ist es eine große Ehre, dass die Danas auf unserer Anlage trainieren und wir sind froh, hier als Landesstützpunkt aushelfen zu können. Gern würden wir noch mehr Hockey auf der Anlage erleben, aber das ist derzeit leider nicht möglich. Ich denke aber, dass die aktuelle Situation zeigt, dass wir auch höchsten Anforderungen an Hygienekonzepte genügen können“, sagt er zufrieden.