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Hockey: Damen des Crefelder HTC peilen Bundesliga-Aufstieg an​

Trotz Umbruch : Damen des CHTC peilen Bundesliga-Aufstieg an

Sechs Spielerinnen werden den Hockey-Zweitligisten verlassen. Damit steht erneut ein großer Umbruch an. Doch Trainer André Schiefer fürchtet ihn nicht und nimmt den Bundesliga-Aufstieg ins Visier.

Auch wenn es abgedroschen klingen mag, darf man bei den Hockeydamen des Crefelder HTC durchaus sagen: das Team ist der Star – wobei hier vor allem der tolle Teamgeist und die Dynamik ein entscheidender Faktor für das starke Abschneiden waren. Die junge Mannschaft hat den zweiten Platz, den sie sich nach einer guten Hinrunde als Ziel gesteckt hatte, im Saisonendspurt erreicht und somit die tolle Entwicklung auch durch Resultate gekrönt.

„Wir wussten vor der Saison nicht so genau, wo wir stehen, wollten aber an unseren dritten Platz anknüpfen. Sicherlich haben andere Teams einen in der Breite noch stärkeren Kader, aber wir haben durch tollen Zusammenhalt das Bestmögliche rausgeholt,“ bilanziert Trainer André Schiefer zufrieden.

Bereits in der Hinrunde feierte sein Team vier Siege und überzeugte auch gegen Topfavorit Bremen spielerisch, ehe sie in der Rückrunde von Nele und Lotta Michler, Leni Hamacher, Lynn Krings verstärkt wurden, die als Spielerinnen des Jahrgangs 2005 nun für die Damen auflaufen dürfen. „Ein besonderes Spiel war die Partie gegen Blau-Weiß Köln zum Rückrundenauftakt. Wir waren spielerisch richtig gut und erstmals haben die Jugendspielerinnen mitgewirkt, die aber teils agiert haben, als stünden sie schon ewig bei den Damen auf dem Platz. Das war ein toller Start und ein Fingerzeig in die richtige Richtung.“

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In der zweiten Saisonhälfte kamen weitere vier Siege hinzu, insgesamt mussten sie sich nur in den Partien gegen Spitzenreiter Bremen und der Rückrundenpartie gegen den Bonner THV, die in der Tabelle Rang drei belegen, geschlagen geben und schlossen somit vollkommen verdient mit 33 Punkten die Saison auf dem zweiten Platz ab.

Dabei fällt es dem Trainer schwer, einzelne Spielerinnen hervorzuheben: „Insgesamt haben mich die 2005er Spielerinnen sehr positiv überrascht. Vor allem Nele Michler hat mit ihrer sehr routinierten Art und Weise beeindruckt und Lynn Krings hat die hohen Erwartungen mehr als nur erfüllt. Über die gesamte Saison gesehen konnten Jule Hufer, Nike Michler und Stephanie Baxter am konstantesten ihre gute Leistung abrufen.“

Ausbaufähig ist, wie in vielen Spielen ersichtlich, die Ausbeute im gegnerischen Kreis. Sowohl bei Strafecken als auch bei Angriffen aus dem Spiel heraus mangelte es den Krefelderinnen oft an Coolness und Abgezocktheit vor dem Tor, sich für ihre Leistungen zu belohnen.

In 18 Spielen gelangen ihnen insgesamt 36 Treffer, wobei Jule Hufer mit acht Toren erfolgreichste Spielerin war gefolgt von Stephani Baxter und Youngster Leni Hamacher, die jeweils viermal trafen. Erfolgsgarant war vor allem die Defensive, die ihrerseits nur 18 Gegentreffer hinnehmen musste, hier konnten nur die Bremerinnen einen besseren Wert aufweisen. Im Tor erwies sich auch die 24-jährige Jana Gillessen nach der Verletzung von Routinier Sonja Thüner als sicherer Rückhalt.

Zur neuen Saison gehen mit Jule Hufer, Mia Küskes und Jule Schuurmann gleich drei Spielerinnen studienbedingt in die USA und auch Stella Gebhard, Sharon Seaton und Cleo Esser sind nicht mehr dabei. „Das sind schon einige Veränderungen, aber wir befinden uns in Gesprächen mit weiteren Spielerinnen. Wir haben ein junges Team und wollen ganz oben in Richtung Aufstieg angreifen“, blickt André Schiefer mutig nach vorne.