Hallenhockey-Bundesliga Für den CHTC kommt es im Abstiegskampf auf jedes Tor an

Krefeld · Die Damen des Crefelder HTC liefern sich in der Hallenhockey-Bundesliga ein packendes Fernduell mit Leverkusen. Dabei kommt es nicht nur auf die Punkte, sondern auf jedes Tor an.

CHTC-Trainer André Schiefer hat Sorgenfalten auf der Stirn.

CHTC-Trainer André Schiefer hat Sorgenfalten auf der Stirn.

Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Die Damen des Cefelder HTC haben am letzten Spieltag, Sonntag um 12 Uhr, gegen Spitzenreiter Rot-Weiss Köln die bessere Ausgangsposition im Rennen um den Ligaverbleib, dennoch liegt der Saisonausgang nicht mehr komplett in ihren Händen. Bei den auf Rang drei liegenden Herren geht es zwei Stunden später ebenfalls gegen Spitzenreiter Köln und um einen bestmöglichen Saisonabschluss. Die Minimalchance aufs Viertelfinale spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle.

Vor dem letzten Spiel belegen die CHTC-Damen Tabellenrang fünf mit sieben Punkten und 15:48 Toren. Direkt dahinter auf dem Abstiegsplatz liegt der RTHC Leverkusen, der gleich viele Zähler und mit 20:58 eine um fünf Treffer schlechtere Tordifferenz aufweist. Leverkusen trifft auf den Düsseldorfer HC, der bereits sicher im Viertelfinale steht, aber zuletzt ein wenig geschwächelt hat. Köln dagegen ist im Aufwind und konnte sogar die hochkarätig besetze Mannschaft aus Düsseldorf besiegen. Somit ist bei beiden Abstiegskandidaten ein Punktgewinn nahezu ausgeschlossen, weshalb es auf die Tordifferenz aufkommen dürfte. Mit der vorliegenden Situation darf der CHTC also höchstens vier Tore schlechter abschneiden als das Team aus Leverkusen. Eine ungewöhnliche Ausgangssituation, die gegen die offensivstarken Kölnerinnen, allen voran Toptorjägerin Pia Maertens mit bereits 28 Toren, alles andere als einfach wird. Bei gleicher Tordifferenz ist Leverkusen aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs im Vorteil.

„Es wird ein ganz heißes Ding, wir haben einen Bonus von vier Toren gegenüber Leverkusens“, sagt Trainer Andre Schiefer. „Wir sind spielerisch und mental gut vorbereitet und haben eine intensive Videoanalyse absolviert. Im Gegensatz zum Hinspiel müssen wir uns steigern, aber mit der Willensstärke, die wir am vergangenem Wochenende gezeigt haben, haben wir gute Voraussetzungen.“

Auch bei den Herren kann sich in der Tabelle noch Entscheidendes ändern, dies liegt jedoch in deutlich größerer Ferne als bei den Damen. Damit es die CHTC-Herren von Trainer Ronan Gormley noch ins Viertelfinale schaffen, müssen sie beim Tabellenführer Köln gewinnen und gleichzeitig auf einen Punktverlust der vor ihnen stehenden Mülheimer gegen Schwarz-Weiß Neuss hoffen. Mit Elian Mazkour, der sensationelle 37 Tore erzielte, stellen die Kölner Herren ebenfalls den aktuellen Torschützenkönig. „Der Gedanke an die Minimalchance aufs Viertelfinale ist weit weg, wir möchten uns möglichst gut aus der Saison verabschieden. Wir können das Ergebnis in Mülheim nicht beeinflussen und schauen daher auf uns“, betont der sportliche Leiter Johannes Schmitz.