Hockey-Bundesliga CHTC beim Angstgegner Berlin und beim Aufsteiger Frankfurt

Krefeld · Erst tritt der Hockey-Bundesligist beim Angstgegner in Berlin, dann beim Aufsteiger in Frankfurt an. Es sind zwei recht unterschiedliche Aufgaben.

 Trainer Johannes Schmitz hat den CHTC gut vorbereitet.

Trainer Johannes Schmitz hat den CHTC gut vorbereitet.

Foto: BRAUER-Fotoagentur/Stefan Brauer

Der Berliner HC hat sich in den vergangenen Jahren ein wenig zum Angstgegner des CHTC gemausert, doch die Leistung gegen Köln dürfte den Krefeldern einiges an Selbstbewusstsein geben. Gegen die extrem heimstarken Berliner wollen die Gäste vor allem auf Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor setzen. „Uns erwarten ganz unterschiedliche Spiele, die beide nicht leicht werden. Berlin ist unglaublich heimstark und hat ein erfahrenes und eingespieltes Team mit Martin Zwicker und Paul Dösch als Säulen, die eine Partie steuern und auch entscheiden können. Diese gilt es zu bearbeiten und zudem selbst auf eine stabile Defensive zu setzten. Vorne müssen wir gegen die seit Jahren sehr gute Abwehr unsere Chancen effektiv nutzen. Ich erwarte ein sehr enges Spiel. Die Rückkehr von Niklas Wellen wird uns dabei gut tun,“ beschreibt der Sportliche Leiter Johannes Schmitz den kommenden Gegner. Die Krefelder mussten beim 1:2 gegen Köln noch auf ihren Kapitän, der mit seiner Technik und Schnelligkeit vor allem gegen eine solche Abwehr ein wichtiger Faktor werden kann, verzichten. In der Defensive präsentierte sich Torhüter Joshua Onyekwue Nnaji in starker Verfassung.

Der Hauptstadtclub um Kapitän und Nationalspieler Martin Zwicker besitzt viel Erfahrung, ist aber auch mit Talenten gespickt. Im Auftaktmatch setzten sie sich in einem engen Spiel beim UHC Hamburg schlussendlich mit 3:2 durch. Martin Zwicker war bei der Europameisterschaft mit 299 Partien und 36 Jahren der erfahrenste Spieler im deutschen Herrenteam und konnte diese auf und neben dem Platz einbringen. Sein elf Jahre jüngerer Teamkollege Paul Dösch ist ebenfalls im erweiterten DHB-Kader, konnte aber nicht mehr auf den EM-Zug aufspringen.

Auch beim Aufsteiger Frankfurt erwartet Johannes Schmitz keineswegs einen Spaziergang: „Für Frankfurt wird es das erste Heimwochenende nach dem Aufstieg, da wird die Euphorie groß sein und eine tolle Stimmung herrschen. Sie haben gegen den Club an der Alster ein gutes Spiel gemacht und den Punkt erst spät verpasst. Wir wollen bei nicht ganz einfachen Platzverhältnissen stabiles Hockey zeigen und wissen, dass wir das Spiel auf gar keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen dürfen.“

Die Frankfurter von Trainer Jonathan Elliott präsentierten sich zum Ligaauftakt von verschiedensten Seiten. Gegen den Club an der Alster gingen sie zweimal in Führung und mussten sich erst wenige Minuten vor Ende mit 2:3 geschlagen geben. Tags darauf ging das Team beim ausgeruhten Hamburger Polo Club mit 0:12 unter und konnten dabei in keinem Viertel die Leistung vom Vortag abrufen.