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Herren des Crefelder HTC stehen jetzt mit dem Rücken zur Wand

Hockey-Bundesliga : CHTC-Herren stehen jetzt mit dem Rücken zur Wand

In den Play-downs der Hockey-Bundesliga ist der Crefelder HTC in Rückstand geraten. Die Mannschaft verlor in Nürnberg im Penaltyschießen. Sollten die Krefelder am Samstag auch der Rückspiel verlieren, wäre der Abstieg bereits perfekt.

In einem spannenden ersten Play-down Spiel mussten sich Herren des Crefelder HTC nach toller Aufholjagd im Shoot-out dem Nürnberger HTC mit 4:6 (2:2) geschlagen geben. Damit müssen die Krefelder das Rückspiel gewinnen, um den Abstieg aus der Hockey-Bundesliga zu vermeiden.

Auf beiden Seiten war Anspannung zu Beginn groß. Sowohl die Nürnberger als auch die Krefelder handelten sich durch kleine Fouls Zeitstrafen ein. Jedoch konnte keiner von beiden die entstandenen Überzahlen zum Torerfolg nutzen. Erwartungsgemäß hatten die Franken die erfahrenen Olympiasieger Christopher Wesley und Max Müller reaktiviert, die vor allem Defensive Stabilität brachten. Von Beginn an stand vor allem Luis Beckmann im Krefelder Tor im Fokus, der oft sicher parierte. Erst in der letzten Minute des ersten Abschnitts musste er sich geschlagen geben, als Frederic Wolffs in Überzahl traf.

Als nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff Jon Mechthold einen Gewaltschuss zum 2:0 unters Lattenkreuz nagelte, fühlten sich wohl einige Nürnberger schon zu siegessicher. Beim CHTC ging Routinier Oskar Deecke voran und zeigte, dass sein Team sich noch lange nicht aufgegeben hatte.

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In den letzten sechs Spielminuten setzte CHTC-Coach Ronan Gormley alles auf eine Karte und nahm den Torhüter zugunsten eines elften Feldspielers hinaus. Sein Team präsentierte sich trotz der angespannten Situation geduldig und erarbeitete sich die nächste Strafecke, die Timo Kossol mit einem gut platzierten Nachschuss verwandelte. Dann drängten die Rheinländer auf den Ausgleich. Schließlich fälschte Janick Eschler einen langen Ball in den Schusskreis zum späten 2:2 ab – Penaltyschießen.

In diesem Krimi fehlte den Krefeldern das nötige Glück, so rutschte dem zuvor noch erfolgreichem Janick Eschler der Ball aus dem Schläger. Abgezockter machte es Jonathan Ehling, der Nürnbergs Schlussmann Steffen König tunnelte. Als Luis Beckmann parierte und Teamkollege Lucas Bachmann im Nachschuss cool blieb, war der Spielstand wieder ausgeglichen. Schlussendlich hatten die Hausherren das glücklichere Ende für sich, da CHTC-Kapitän Linus Michler am gut reagierenden Torhüter hängen blieb.

„Der Ausgang ist natürlich sehr bitter“, sagte Trainer Roman Gormley. „Wir sind gut gestartet haben dann aber zwischendurch nachgelassen. In einem Alles-oder-Nichts Spiel wird es natürlich sehr hitzig. Wir haben uns danach zurückgekämpft und es verdient gedreht. Trotz der Niederlage konnten wir viel mitnehmen, was wir jetzt analysieren und für das Rückspiel nutzen wollen.“