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Reiten: Heiner Schiergen räumt ab

Reiten : Heiner Schiergen räumt ab

Der Lokalmatador bezwang am Wochenende beim großen Reitturnier des Krefelder Reit- und Fahrvereins in der Dressur alle Gegner. Über 1000 Aktive gingen an den Start. Durch das schlechte Wetter kamen nur wenige Zuschauer. Am Donnerstag geht es weiter.

Reiten Pünktlich zu ihrer Prüfung begann ein kräftiger Regenschauer über dem Dressurviereck vom Reitstall Kühnen. Die Krefelderin Christina Dahl blieb gelassen, hielt die glitschigen Zügel sicher in der Hand und zeigte trotz starker Windböen einen sehr ordentlichen Ritt mit ihrem Pferd Harmonie. Am Ende musste sie sich in der Klasse M** nur dem Lokalmatador Heiner Schiergen vom Reitverein Jan von Werth Holzbüttgen geschlagen geben, der an diesem Wochenende nicht zu besiegen war.

Der Krefelder Reit- und Fahrverein (RFV) hat am Wochenende sein alljährliches Reitturnier veranstaltet. Über 1000 Reiter aus der Umgebung maßen sich in unterschiedlichen Spring- und Dressurprüfungen. Für einen reibungslosen Ablauf sorgten rund 50 freiwillige Helfer. "Wir sind sehr zufrieden mit dem Ablauf. Das einzige, das wir nicht im Griff hatten, war das Wetter. Die Besucherzahlen waren so auch nur mäßig", sagte Wolfgang Schloots vom RFV. Am Samstag mussten die Reitplätze mehrmals abtrocknen, bevor weiter geritten werden konnte. "Der Boden hält dem Wetter erstaunlich gut stand. Im Dressurviereck ist der Wind aber ein Problem, da haben doch einige auf den Start verzichtet", sagte Stephanie Wellen, Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins. Die bei jedem Reitturnier kritische Differenz zwischen Anmeldung und tatsächlichem Start lag dennoch in einem normalen Bereich, betonte Turnierleiter Rainer Wenders.

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Sportlich gab es kaum Überraschungen. In der Dressur setzte Favorit Heiner Schiergen die Maßstäbe: In der schwersten Startklasse (S) sicherte er sich mit seinen Pferden Floyd und Henny Hennessy sowohl in der Kür als auch beim Prix St. George den ersten und zweiten Platz mit fehlerfreien Ritten. Beim Prix St. Georg erreichte er sogar mit beiden Pferden die gleiche Gesamtpunktzahl. "Das war schon eine Überraschung. Es ist selten, dass ein Reiter mit zwei verschiedenen Pferden von den gleichen Richtern die identische Gesamtpunktzahl erhält", sagte Turnierleiter Wenders. Aber auch die Krefelder Reiter schlugen gut ab: Weller gewann die Dressurprüfung in der leichten Klasse L, Vereinskollegin Simone Weichert schaffte auf Prince Kess einen guten vierten Platz in der Intermediaire I-Kür, der schwersten Prüfung des Turniers. Annabel Frenzen vom Reitverein Lenzenhof sicherte sich im Amazonen-Wettkampf auf Royal Robin Platz 1 in der anspruchsvollen Klasse S (Intermediaire I). Im Springen schaffte es leider keiner der Krefelder Starter in die Platzierungen.

Für große Erheiterung sorgte ein Jux-Wettkampf mit Pferd und Quadrädern, den neun Krefelder unter sich ausmachten. Am Ende gewann Sophia Lindemann vom KVF den "Jump&Drive". "Das ist super gut angenommen worden und es hat einen riesigen Spaß gemacht zuzusehen", berichtete Schloots.

(RP)