Handball-Zweitligist HSG Krefeld verliert nach Ciupinskis Ausfall gegen den TV Emsdetten

Zweite Handball-Liga : Nach Ciupinskis Ausfall reißt der Faden

Der Spielmacher des Handball-Zweitligsten HSG Krefeld ist bei der 18:25-Niederlage seines Teams gegen Emsdetten bis zur seiner Verletzung ein wichtiger Aktivposten, dessen Fehlen sich am Ende stark bemerkbar machte.

Irgendwie war es nicht der richtige Tag für den Handball-Zweitligisten HSG Krefeld, der in seinem dritten Heimspiel gegen den TV Emsdetten vor 738 Zuschauern eine 18:25 (13:13)-Niederlage bezog und damit weiterhin auf die ersten Saisonpunkte warten muss. Dabei bestimmten die Eagles über 40 Minuten lang phasenweise das Spielgeschehen und führten kurz nach der Halbzeit sogar mit zwei Toren Vorsprung.

Die Taktik, Kevin-Christopher Brüren zunächst als Abwehrspieler an Position eins den gegnerischen Spielaufbau stören zu lassen und beim Umschaltspiel ohne viel Wechsel in den Angriff überzugehen, brachte den Gastgebern zu Beginn nicht viel ein. Emsdetten begann die Partie nicht nur druckvoll, sondern erspielte sich auch schnell eine 3:0-Führung. Nach mehrmaligen Wechsel übernahm dann Felix Jaeger die Rolle von Brüren, was sich dann doch auszahlte. Die Krefelder kamen ab der 15. Minute besser ins Spiel, auch wenn es immer wieder zwischendurch einige Fehlwürfe gab. Spielmacher Simon Ciupinski verteilte die Bälle geschickt nach vorne, so dass auch mal über den Kreis auf das Tor geworfen wurde, oder zumeist ein Siebenmeter dabei heraus sprang. Hier nutzte dann Brüren gleich dreimal die Chance, vom Punkt aus zu treffen. Das 13:12 kurz vor der Halbzeit wäre ein idealer Vorsprung für den zweiten Durchgang gewesen, doch zwei Sekunden vor dem Pausenpfiff glichen die Gäste wieder aus.

Nach dem Seitenwechsel war es dann wieder Simon Ciupinski, der auf Krefelder Seite die Akzente setzte, und sich auch als erfolgreicher Vollstrecker erwies. Doch dann kam in der 42. Minute eine verhängnisvolle Szene, in der der angreifende Ciupinski mit dem Emsdetter Sören Kress zusammen stieß. „Ich habe einen Schlag gegen mein rechtes Knie bekommen, der richtig weh tat“, sagte Ciupinksi. Er schied aus und verfolgte das Spiel fortan von der Bank.

Für ihn kam Kapitän Tim Gentges auf das Spielfeld, doch bei der HSG riss im weiteren Verlauf der Faden. Die Anspielfehler und Fehlpässe häuften sich wieder, in der Abwehr stellten sich die Krefelder Verteidiger nicht clever genug an, um das angezeigte Zeitspiel gegen Emsdetten über die Runden zu bringen. „Wir haben dadurch sechs oder sieben Tore kassiert. Das ist dann natürlich ärgerlich“, sagte HSG-Trainer Arnar Gunnarsson. Fünf Minuten vor dem Ende war die Vorentscheidung für die Gäste gefallen, deren Fans lautstark „Auswärtssieg“ riefen.

Nach dem Schlusspfiff war die Enttäuschung bei den Krefelder Spielern entsprechend groß. „Wir haben wieder eine gute Abwehrleistung gehabt, aber nach vorne hin haperte es noch ein bisschen“, sagte Abwehrchef Damian Janus, der noch Steigerungspotenzial bei seinen Mannschaftskollegen im Angriff sieht.

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