Handball-Zweitligist HSG Krefeld verabschiedet Marcel Görden und Gerrit Kuhfuß

Handball : Abschied von Marcel Görden und Gerrit Kuhfuß

(svs) Der Jubel über den Aufstieg der HSG Krefeld verhallt nur langsam. Ganz Krefeld ist immer noch ein Stück weit im Handballfieber. Doch für zwei junge Männer, die dieses Fieber entscheidend mitgeprägt haben, bedeutete das unfassbare Ende des Thrillers von Rostock auch die letzten Sekunden ihrer aktiven Karriere zumindest auf diesem hohen Niveau.

Denn Gerrit Kuhfuß, der vom ersten Tag der HSG an im Kader stand, und Marcel Görden, der immerhin vier Jahre als absoluter Leistungsträger Teil des Erfolgsteams war, sagen „servus“.

Ihre Trikots werden künftig unter der Decke der Glockenspitzhalle hängen, ihre Rückennummern nicht mehr vergeben. Bei der Nummer „11“ von Görden gilt diese Ehrung auch mit für Gründungskapitän Thomas Pannen, der vor dem Kreisläufer diese Nummer getragen hatte. Damit werden Görden und Kuhfuß, aber auch Pannen, auf ewig ein Teil der HSG-Familie bleiben. Die Zeremonie nach dem, wie sich am Ende herausstellte, letzten Heimspiel der Aufstiegssaison, dem Relegations-Hinspiel gegen Rostock, wurden die Nummern in einer Zeremonie offiziell zurückgezogen. „Das ist eine riesengroße Ehre. Damit hätte ich niemals gerechnet. Ich bin sprachlos“, sagte Görden, als er sein Trikot neben der Anzeigentafel unter dem Dach hängen sah.

Künftig wird er seine Karriere in der Landesliga bei seinem Jugendverein Hülser SV ausklingen lassen. Den Eagles fehlt damit nicht nur ein Leistungsträger, der am Kreis immer für Gefahr sorgte und Abwehrreihen aus dem Tritt brachte, sondern vor allem ein auch emotionaler Leader in der Kabine. Ob Neuzugang Dominic Luciano (Schalksmühle) diese Lücke füllen kann, bleibt abzuwarten. Die Abläufe in der Mannschaft, die Hierarchie, wird sich aber ohne Görden in jedem Falle ändern. Auch, weil das Team aller Voraussicht nach wird lernen müssen, zu verlieren. Siegesserien dürfte es im Unterhaus selten geben. Auch hier wird gerade Görden fehlen, die Eagles aber werden wohl auch dies verdauen.

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