Handball-Verbandsligist TS Grefrath verliert gegen den TV Rhede

Handball-Verbandsliga : Küsters schlägt nach der Heimniederlage Alarm

Der Trainer der Turnerschaft Grefrath sieht beim 24:27 gegen den TV Rhede viele Defizite seiner Mannschaft.

Lokalderbys sind während einer Saison zumeist das Salz in der Suppe. So auch jenes in der Handball-Verbandsliga zwischen Adler Königshof II und Turnerschaft St. Tönis, das Adler am Ende knapp mit 33:31 gewann. Vor dem Anpfiff hatte St. Tönis-Trainer Zoran Cutura mit erheblichen Personalproblemen zu kämpfen. Jochen Schrade und Alexander Bruchhaus hatte eine Grippe flach gelegt, zusätzlich war Khaled Masalma im Tor nicht abkömmlich. „Wir haben uns direkt zu Beginn viele Ballverluste geleistet und irgendwie verschlafen gewirkt“, kommentierte Cutura die vielen Gegenkonter, die er von seiner Mannschaft eigentlich so nicht kennt. Zu allem Übel knickte Simon van den Forst noch 20. Minute vor Ende mit dem Fuß um, wodurch der Turnerschaft ein Schlüsselspieler in der Abwehr fehlte. „Danach lief es bei uns hinten nicht so gut“, analysierte der St. Töniser Trainer nach dem Spiel, wo seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel mehrmals am Gegner dran war.

„Wir haben im Rückraum etwas glücklos agiert, ansonsten hätten wir uns zu Beginn noch besser abgesetzt“, bilanzierte dagegen sein Kontrahent Bodo Leckelt. Seine Taktik, einzelne Spieler gesondert in Deckung zu nehmen und mit Christopher Loer, David Termast und Fabiano Recavarren den Innenblock abwechselnd zu besetzen, ging dagegen gut auf. „Es war von uns eine geschlossene Mannschaftsleistung mit viel Licht und Schatten“, sagte Leckelt weiter, der in der zweiten Halbzeit auf Tim Leigraf verzichten musste, der angeschlagen in die Partie gegangen war und eine Bauchmuskelzerrung ihn dann doch stoppte, weiter zu spielen.

Bei der Turnerschaft Grefrath musste man eigentlich lange danach suchen, um zu überprüfen, wann es zuletzt eine Heimniederlage gegeben hatte. Die Suche kann nach dem 24:27 gegen den TV Rhede nun abgebrochen werden. Durch die Rückkehr von Lukas Terkatz und Matthias Leuf hatte sich Grefraths Trainer Michael Küsters mehr an Stabilität im Mittelblock erhofft. Die Vorgaben ging zu Beginn auch auf, wurde dann aber nicht weiter konsequent umgesetzt. „Beim 17:19 waren wir eigentlich wieder dran am Gegner, mir hat aber letztendlich der Kampf gefehlt, um das Ruder noch herum zu reißen“, ärgerte sich Küsters nach dem Schlusspfiff. Doch bei diesem Worten blieb es nicht: „Dass wir 24 Tore kassieren, das kann ich noch akzeptieren. Aber dann müssen wir mindestens 30 Tore machen. Nach so einem Spiel kann ich nicht ins zum Tagesgeschäft übergehen. Wir haben heute Defizite an den Tag gelegt, die abgestellt werden müssen.“ Es ist ein Alarmsignal an die Spieler, denen ansonsten ein sehr bitterer Saisonverlauf entgegen blickt.