Beim Handball in St. Tönis Spielabbruch wegen eines medizinischen Notfalls

St. Tönis · Sie kamen voller Vorfreude auf das Handballspiel und sie verließen den Ort des Geschehend äußerst nachdenklich. Was geschah und warum das Spiel in St. Tönis abgebrochen wurde.

 Marie Fassbender (am Ball) war bis zum Abbruch die erfolgreichste Werferin.

Marie Fassbender (am Ball) war bis zum Abbruch die erfolgreichste Werferin.

Foto: Wolfgang Topel

Die Vorfreude auf das letzte Vorrundenspiel der Gruppe 6 in der weiblichen Jugend-Bundesliga Handball (JBLH) zwischen der Turnerschaft St. Tönis und dem TV Aldekerk war riesengroß. 300 Zuschauer in der voll besetzten Sporthalle Corneliusfeld bildeten eine großartige Kulisse. Doch wie sehr der Sport in den Hintergrund rückt, wurde allen Beteiligten vier Minuten vor dem Spielende klar: Aufgrund eines medizinischen Notfalls auf der Tribüne wurde die Partie unterbrochen. Später entschieden sich beide Vereine in Abstimmung mit dem Deutschen Handballbund (DHB) für einen Spielabbruch.

„Beide Mannschaften wussten zu diesem Zeitpunkt nur, dass etwas auf der Tribüne passiert ist“, berichtete der St. Töniser Coach David von Essen. Beide Teams wurden dann in die Kabinen geschickt. „Die Verantwortlichen der Turnerschaft haben alles sehr gut geregelt, auch die Leerung der Halle verlief sehr gut“, lobte Aldekerks Coach Rene Baude die Gastgeber.

Nach dem Spielabbruch wird die Partie nicht gewertet, beide Vereine und der DHB müssen eine Lösung suchen. „Jetzt müssen wir alle erst einmal den Schock verdauen. Wir wollen das Spiel auf jeden Fall nachholen, schließlich gibt es für die Mädels nicht so viele Spiele. Aber wir werden mit den Vereinen in den nächsten Tagen eine Lösung suchen“, sagte Stefan Ermentraut, Spielleiter der JBLH weiblich.

Bis zum Spielabbruch in der 56. Minute sahen die Zuschauer eine spannende Begegnung, in der die St. Töniser Mädels mit 22:21 führten und auf dem besten Wege waren, ihre Vorrundengruppe als Erster abzuschließen. Aus dem starken Team der Gastgeberinnen ragte Linkshänderin Julia Faßbender mit zwölf Treffern zu diesem Zeitpunkt heraus. „Uns ist es bis dahin gelungen, das Tempo aus dem Aldekerker Spiel zu nehmen“, freute sich von Essen.

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