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Handball richtig oder gar nicht fordert Niklas Ingenpaß von der HSG Krefeld Niederrhein

Handball ist Kontaktsport : Niklas Ingenpaß teilt auch schon mal aus

Handball ist eine Kontaktsportart. Das bestätigt Niklas Ingenpaß von der HSG Krefeld Niederrhein ohne Umschweife. Und deshalb fordert er: entweder wird richtig gespielt oder gar nicht.

Das Wort Kontaktsport macht derzeit im Sport die Runde. Die Politiker haben eine neue Corona-Schutzverordnung heraus gebracht mit der Folge, dass auch die Dritte Handball Liga vorerst pausieren muss. Der Handball gehört mit zu den klassischen Kontaktsportarten, gerade bei den Kreisläufern im Anrgiff und im Innenblock bei der Verteidigung kommt es immer wieder zu einem Gemenge unter Gegnern; da wird geschubst, gezogen und auch mal das Trikot festgehalten.

„Das ist aber in jeder Liga so, dass der Kreisläufer am meisten Kontakte hat. Wenn einer keine Ahnung vom Handball hat und fragt auf welcher Position ich spiele und ich antworte, dann kommt immer sofort der Hinweis, dass es da am meisten zur Sache geht“, berichtet Lars Jageniak von der HSG Krefeld Niederrhein, dem es auf seiner Position in gewisser Weise auch Spaß macht, dort zu kämpfen. Dass er dazu nicht nur Konzentration benötigt, sondern auch viel Kraft, versteht sich von selbst.

„Das ist ein Komplettpaket aus ganz vielen verschiedenen Faktoren, um ein guter Abwehrspieler zu sein“, erklärt Jageniak. Machmal werde dann auch zu unfairen Mitteln gegriffen, die es natürlich gelte, vor den Augen der Schiedsrichter zu verstecken. So dürfe man sich auch nicht wundern, wenn es nach dem Spiel oder dem Training mal Kratzspuren oder genug Blessuren gebe. „Das merkt man aber meistens erst danach, denn im Spiel hast du so viel Adrenalin im Körper“, erzählt der 21-Jährige.

Gedanken aufgrund der derzeitigen Pandemie hat sich Jageniak auch gemacht: „Entweder spielt man zu 100 Prozent Handball und trainierst voll, oder du lässt es sein. Klar gibt es ein Risiko, sich anzustecken. Aber wenn wir anfangen, uns als Spieler Gedanken machen zu müssen, dann sollte man lieber gar nicht spielen. So ein halbes Ding gibt es beim Handball nicht, dafür ist es halt eine Kontaktsportart.“

Dass es derzeit gefährlich sein kann, einen Kontaktsport auszuüben sieht Niklas Ingenpaß. „Wenn man gerade sieht, dass Bars und Restaurants wieder schließen müssen, ist es für mich ein schwierig zu legimentieren, dass wir im Handball weiterspielen dürfen, aber andere Leute nicht ins Restaurant gehen dürfen.“

Es selber hat es in den ersten vier Spielen für die HSG gemerkt, wie es gerade am Kreis ziemlich robust zur Sache geht. „Da kann es schon einmal weh tun, aber man darf dafür auch mal austeilen. Im Endeffekt gleicht sich alles aus“, sagt Ingenpaß, dem in seiner Laufbahn schon so manches Trikot am Leib zerrissen wurde.

Nach der Spielabsage gegen die HSG Bieberau-Modau kommt nun wegen der Zwangspause natürlich die Frage auf, wie es weitergehen soll. „Die Nachrichten, die wir so mitbekommen, sind natürlich nicht ganz so positiv. Natürlich hoffen wir alle, das es so schnell wie möglich irgendwie weitergeht. Beim Spiel in Saarlouis haben wir gezeigt, was für ein Potenzial wir haben. Es ist natürlich sehr blöd, dass die Saison unterbrochen wurde. Ich hoffe das Beste und auch, dass wir wieder vor vielen Zuschauer spielen können“, sagt er. Was bleibt, ist die Hoffnung.