Handball-Oberligist TV Oppum deklassiert HSG Neuss/Düsseldorf II

Handball : Oppum deklassiert Düsseldorfer Rumpftruppe

Der Handball-Oberligist ist jetzt Tabellensiebter. Auch der Verbandsligist St. Tönis feiert gegen Korschenbroich ein Schützenfest.

Dem TV Oppum ist in der Oberliga gegen die HSG Neuss/Düsseldorf II mit 36:25 endlich der lang ersehnte erste Sieg zur Rückrunde gelungen. Die HSG Neuss/Düsseldorf trat aufgrund ihrer finanziellen Situation mit einem Großteil der dritten Mannschaft stark ersatzgeschwächt an, die drei Ligen tiefer in der Landesliga spielt. „Die HSG hat stark gekämpft. Wir hatten vor allem in der ersten Halbzeit große Probleme“, sagte TVO-Trainer Ljubomir Cutura, der immer wieder mit ansehen musste, wie zwei HSG-Kreisläufer die offensive Abwehr der Oppumer überwanden. Als Folge dessen stellte Cutura auf eine defensivere 6:0-Abwehr, die die Gäste zu technischen Fehlern zwang und dem TVO schnelle Gegenstöße ermöglichte. „Wir haben da aber sehr viele Chancen frei vor dem gegnerischen Tor vergeben“, kritisierte Cutura. Erst in der zweiten Halbzeit klappte es besser. Den Sieg wollte Cutura allerdings nicht überbewerten: „Es ist gut, dass wir zwei Punkte geholt haben. Vor allem für unsere Motivation war der Sieg sehr wichtig. Aber es gibt immer noch einiges zu verbessern, wenn wir weiterhin punkten wollen.“ Dank des siebten Saisonsieges sprang der TV Oppum auf den siebten Tabellenplatz in der Handball-Oberliga.

Ein ausgiebigen Spaziergang war in der Verbandsliga der Ausflug der Turnerschaft St. Tönis zum TV Korschenbroich. Dies lag nicht ausschließlich am designierten Absteiger, sondern vielmehr an einer starken Leistung der Turnerschaft. Ungefährdet fuhr die Mannschaft von Trainer Zoran Cutura beim 38:19 (16:8)-Erfolg die beiden Zähler ein und verteidigte ihren Platz in der Spitzengruppe der Verbandsliga. Nachdem die Partie bereits im ersten Durchgang entschieden war, präsentierten sich die Gäste in der zweiten Hälfte keinesfalls satt und zogen das Tempo noch einmal an. „Mit einem solch klaren Verlauf habe ich nicht gerechnet“, gab der Übungsleiter danach zu.

Alles andere als eindeutig war die Begegnung der Turnerschaft Grefrath beim TuS Treudeutsch Lank. Über 60 Minuten boten sich die beiden Kontrahenten einen Kampf auf Biegen und Brechen und trennten sich leistungsgerecht mit einem 25:25 (13:13)-Unentschieden. Bis auf eine Ausnahme gingen die Teams munter im Gleichschritt (5:5, 10:10). Zu Beginn des zweiten Durchgangs führten die Hausherren mit 18:14. Doch die Turnerschaft schlug umgehend zurück. Motivation schöpften die Gäste aus dem Lanker Programmheft, in dem die Gastgeber ihren Unmut über das Harzverbot in Grefrath äußerten. „Wir haben bewiesen, dass wir auch ohne Harz jederzeit mithalten können“, sagte Trainer Michael Küsters. Die Zweitvertretung der Adler Königshof musste am Samstagabend dem straffen Programm der letzten Tage Tribut zollen. Mit einigen Personalsorgen kassierten die Adler bei der HSG Vennikel/Rumeln-Kaldenhausen eine klare 18:26 (12:10)-Niederlage. In der ersten Hälfte hatten die Gäste den Kräfteverschleiß noch ordentlich kompensiert, nach dem Seitenwechsel schwand dann allerdings die Kondition. „Insgesamt war es ein schwaches Verbandsliga-Spiel“, resümierte Trainer Bodo Leckelt. Rasanter ging es da schon am Sonntagabend zwischen dem TV Vorst und der HSG Wesel zu. Dank eines verdienten 30:29 (13-16)-Auswärtserfolgs vergrößerten die Grün-Weißen die Distanz zur Abstiegszone auf nunmehr acht Zähler. Beim direkten Konkurrenten bewiesen die Vorster eine herausragende Moral und verkrafteten sowohl den Ausfall von Matthias Elbers als auch die konsequente Manndeckung gegen Manuel Stelzhammer abgebrüht.

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