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Handball: HSG Krefeld unterliegt SGSH Dragons beim Saisonfinale 26:30

Ziele deutlich verfehlt : HSG Krefeld verliert Saisonfinale und Lars Jagieniak

Kreisläufer Lars Jagieniak vom Handball-Drittligisten zog sich bei der 26:30 (13:15)-Niederlage gegen die Dragons aus Schalksmühle eine Knie-Verletzung zu. Die Eagles leisteten sich vor 931 Zuschauern zu viele Fehlwürfe.

Mit einer insgesamt enttäuschenden Leistung und einer 26:30 (13:15)-Heimniederlage gegen Schalksmühle beendete die HSG Krefeld Niederrhein die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga. Vor 931 Zuschauern leisteten sich die Eagles in der Glockenspitzhalle erschreckend viele Fehler. Am Ende waren es 31 Fehlwürfe oder -pässe.

Einen bewegenden Moment gab es vor dem Anwurf. Unter großem Beifall der Zuschauer verabschiedete die HSG Thomas Wirtz. Der  Gründervater und Gesellschafter hatte bereits im Januar erklärt, dass er seine Tätigkeit für die HSG Krefeld Niederrhein nach der laufenden Saison beenden wird. Die Mannschaft wollte ihm zum Abstieg einen Sieg schenken. Daraus wurde leider nichts. „Auch wenn es für uns um nichts mehr geht, muss man sich an der Ehre packen und sich ordentlich von der Saison verabschieden, zumal man diese Saison schon zweimal gegen Schalksmühle verloren hat“, sagte Wirtz in der Halbzeit nach der bis dahin schwachen Vorstellung der Eagles.

Neben den beiden Langzeitverletzten Mike Schulz und Andrej Obranovic fehlten auch Nick Braun, der sich im Abschlusstraining verletzt hatte, und Torwart Sven Bartmann wegen eines grippalen Effekts, und das ausgerechnet an seinem Geburtstag (35). Letzterer wurde aber zwischen den Pfosten nicht vermisste weil Lasse Hasenforther mit einigen Paraden dafür sorgte, dass die Eagles zur Pause nicht schon sehr weit zurücklagen. Denn nach 19 Minuten führten die Gäste mit 10:6, weil auch ihr Torwart glänzend aufgelegt war und die Gastgeber sich bis zu diesem Zeitpunkt zu viele technische Fehler und Fehlwürfe leisteten. Daher nahm Trainer Maik Pallach auch seine erste Auszeit und brachte sein Team einigermaßen wieder in die Spur, das dann den Rückstand bis zur Pause auf zwei Tore reduzierte. Für Lars Jagieniak war das Spiel nach 28 Minuten zu Ende. Der Kreisläufer zog sich eine Außenbandverletzung im linken Knie zu und wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.

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Wer dachte, die Eagles kommen mit mehr Siegeswillen und deutlich konzentrierter aufs Parket zurück, wurde enttäuscht. Nach neun Minuten lagen sie erneut mit fünf Toren zurück. Trainer Pallach verstärkte die Offensive und tauschte beim Angriff einen siebten Feldspieler gegen den Torwart aus. So kam sein Team wieder bis auf drei Tore heran. Und wer weiß, wie es dann geaufen wäre, wenn „KC“ Brüren seinen Siebenmeter verwandelt hätte und Steffen Hahn zweimal von der Außenposition nicht am Pfosten oder dem starken Gästekeeper gescheitert wäre. So aber brachten die Dragons den Sieg locker über die Zeit. Das war bereits der vierte Erfolg aus fünf Duellen in Folge für die Sauerländer.

„Wir sind heute, in Pfullingen und in Pforzheim am Torhüter gescheitert. Die Schlussfolgerung daraus muss ich mir in der Pause überlegen“, sagte Trainer Pallach nach dem Spiel. Kapitän Merten Krings, den die Gäste über weite Strecken mit Manndeckung aus dem Spiel nahmen, sagte: „So darf man sich vor eigenem Publikum  nicht präsentieren. Das war ein unschöner Abschluss der Saison. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Das hat auch was mit Konzentration und Einstellung zu tun. Ich weiß nicht, ob wir schon mit dem Kopf in den Ferien waren. Auch wenn der gegnerische Torwart stark war, muss man eine bessere Quote bei den freien Würfen haben.“